Kost/Logis

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bambi09
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Re: Kost/Logis

Beitragvon bambi09 » Mi Jul 21, 2010 16:00

@Noname:

richtig :) , und genau das meine ich.
Oben drauf, unten weg, sodass er nur die Sozialversicherungsbeiträge zahlen müsste, die absolut verschmerzbar wären.


friesenotto
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Re: Kost/Logis

Beitragvon friesenotto » Mi Jul 21, 2010 20:47

Moin, Moin, Zusammen!

Sachbezüge unterliegen sowohl nach dem Einkommensteuergesetz, als auch nach der Sozialversicherungsentgeltverordnung der Sozial- und Steuerpflicht.

D.h. Der AG muss dem AN die Sachbezugwerte vom Netto abziehen, soweit er Sachbezüge gewährt! Die Gewährung von Sachbezügen ist freiwillig, d.h. der AG muss keine Sachbezüge gewähren.

Bambi09’s Werte für das Zimmer stimmen.
Die Werte für die Verpflegung sind wesentlich zu niedrig, der Gesetzgeber schreibt 215 Euro für die Verpflegung vor.

Stellt Euch mal vor Ihr wärt Dachdeckerlehrlinge, dann müsstet Ihr, wenn der Ausbildungsort nicht mit Eurem Wohnort übereinstimmt, Euch eine Wohnung mieten und Euch selbst verpflegen. Wenn der Ausbildungsbetrieb an Eurem Wohnort wäre, brauchtet Ihr das nicht, auch als Auszubildende im Hotelfach.

Jetzt hat ein Ausbildungsbetrieb Auszubildende aus dem Ort und fremde Auszubildende. Mit welchem Recht fordert der fremde Auszubildende eine höhere Ausbildungsvergütung? Dieses auf das Brutto schlagen und dann wieder vom Netto abziehen bedeutet ja nichts anderes. Der Großteil der Arbeitgeber handhabt das Aufschlagen aus Gleichbehandlungsgründen nicht!

Auch ist das Aufschlagen ein Bumerang, da bei 580,-- Euro brutto noch 260,40 Euro aufgeschlagen werden. Dann hat der Azubi 840,40 Euro Einkommen für die Berechnung des Kindergeldes und der Berufsausbildungbeihilfe. Das Kindergeld wird nur gezahlt, wenn die Bruttoausbildungsvergütung 743,68 Euro nicht übersteigt, die Berufsausbildungbeihilfe wird auch entsprechend gekürzt. Weniger kann manchmal mehr sein.

Aus diesem Grund steht in Tarifverträgen der Passus:
Auszubildende können auf geldliche Ansprüche aus dem Tarifvertrag widerruflich verzichten, wenn sich dieser Verzicht wirtschaftlich zu ihren Gunsten auswirkt. Verzicht und Widerruf können nur mit Wirkung ab 1. des Folgemonats ausgesprochen werden. Ein etwaiger Widerruf gilt nur für die Zukunft. Ein Verzicht ist von dem Auszubildenden dem Arbeitgeber gegenüber schriftlich mitzuteilen; bei Minderjährigen ist die schriftliche Zustimmung des gesetzlichen Vertreters erforderlich.
Es gibt sogar Auszubildende, die gar keine Ausbildungsvergütung haben wollen, da sie sonst die Waisenrente, die wesentlich höher als die Ausbildungsvergütung sein kann, verlieren würden.

gruss


friesenotto
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Re: Kost/Logis

Beitragvon batterista » Mi Jul 21, 2010 20:59

In die Richtung mit der Steuerersparnis hatte ich gar nicht gedacht :) ist wohl doch ein bisschen zu warm grad :D
Danke friesenotto :)

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Re: Kost/Logis

Beitragvon bambi09 » Mi Jul 21, 2010 21:03

Ja, auch von mir danke.
Richtig, das schlägt sich ja auch bei der Berechnung des Kindergelds nieder.
BAB würde er vermutlich eh nicht kriegen.

Nun gut, jetzt warten wir mal ab.

Was anderes: stimmt es, dass man in der Berufsschule gar kein Mathe mehr hat?
Wenn das so richtig wäre, würde mein Sohn Freudensprünge machen :mrgreen: . Er hasst Mathe!

LG, bambi


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Re: Kost/Logis

Beitragvon batterista » Mi Jul 21, 2010 21:09

http://www.dehoga-bundesverband.de/ausb ... mann-frau/

Hier steht was zu den Ausbildungsinhalten. Ganz ohne Mathe kommt man wohl nicht aus. Aber bei mir im Studium sind das hauptsächlich die Grundrechenarten, Dreisatz und Prozente

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Re: Kost/Logis

Beitragvon bambi09 » Do Jul 22, 2010 11:55

Ui, das müsste er grad noch so hinkriegen. :mrgreen:

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Re: Kost/Logis

Beitragvon Hotelkaufmannazubi » Do Jul 22, 2010 22:34

Hm, brauchst deswegen ja nicht gleich so einen aggressiven Ton anschlagen.

Aber sei's drum.

Ich wollte eigentlich nur wissen, wie das bei anderen Azubi's abläuft, damit ich mir ein Bild machen kann, ob mein Sohnemann dort ausgebeutet wird oder nicht.

Er schaut sich noch ein bisschen um, vielleicht tut sich ja noch was.

Und: nein, er hat noch keine eigene Wohnung (wie denn auch, wenn er jetzt grad mal aus der Schule gekommen ist).

LG, bambi
Sollte überhaupt nicht aggressiv klingen!
Und ja: Es war viel zu warm an dem Tag!! ^^
Ihr könnt meine Antwort nicht beachten.. war kompletter Schwachsinn! :D

Aber 260 € sind doch echt super!
Ich bin auch gerade dabei mir eine WG zu suchen und bezahle dann wahrscheinlich ca. 350 € mit Lebensmitteln, was schon sehr preiswert ist!
Allein die WG-Miete beläuft sich auf 219 € und da werde ich nicht den Komfort, wie in einem Hotel geniessen können.
Desweiteren muss dein SOhn (bzw. du ;)) sich nich selber um eine Wohngelegenheit kümmern!
Und das ist echt viel wert, wie ich gerade dabei bin zu erfahren ;)

Ich wäre total froh, würde ich diese Gelegenheit angeboten bekommen!

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Re: Kost/Logis

Beitragvon Sweeteet » Mi Jul 28, 2010 13:57

Hey zusammen!
Also um es nur mal so in den Raum zu werfen, ich kam auch von weiter weg und mein Chef hat aber dafür gesorgt, dass ich ne kleine Wohnung mit Warm-Miete von 200,- € bekommen hab und ich muss jeden Monat 50€ Essensgeld bezahlen, aber meines Wissens steht es nur unten auf der Abrechnung... :roll:
ja und ich hatte auch noch Kindergeld und BAB und kann jetzt nicht genau sagen, was da dann raus kam aber ich denke, dass der Realverdienst von 140€ doch noch im Normbereich liegt, wenn er noch Kindergeld oder BAB kriegen würde (beides bin ich mir nicht sicher, da kommt es ja auch auf das Einkommen der Eltern und wie weit er weg wohnt an). Wenn er dann 300€ zusammen hat ist das doch schönes Geld, wenn man grade aus der Schule kommt und es das erste eigene Geld ist....
naja, und zu dem Thema Mathe: wir hatten es im 1. Lehrjahr (also 2007/2008) und hatten auch Dreisatz, Prozentrechnen, und Hohlmaße (Zylinder, Kegel, Kugel etc...) und die anderen beiden Jahre war in fast jeder Klassenarbeit ein paar Matheaufgaben dabei....

Hoffe ich konnte ein bisschen weiterhelfen!
Lg, die Sweeteet!
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Re: Kost/Logis

Beitragvon Quin_Tulop » Mi Jul 28, 2010 14:24

@friesenotto:
Jetzt hat ein Ausbildungsbetrieb Auszubildende aus dem Ort und fremde Auszubildende. Mit welchem Recht fordert der fremde Auszubildende eine höhere Ausbildungsvergütung? Dieses auf das Brutto schlagen und dann wieder vom Netto abziehen bedeutet ja nichts anderes. Der Großteil der Arbeitgeber handhabt das Aufschlagen aus Gleichbehandlungsgründen nicht!
Einerseits hast du natürlich recht, erhält der zuwanderer mehr Entgeld, als der Ansässige, aber dann kann der Ansässige ja auch zum Zuwanderer werden und woanders hingehen.
Das ist immer Auslegungssache und muss geklärt werden.
Wenn der AG dann dem Ansässigen die Wohnung anmietet und an ihn vermietet als Sachbezug, sind beide wiede auf einem Level.

Alles was man vom Arbeitgeber kostenfrei erhält, sei es Kost, Logis, eine Wohnung oder ein PKFZ, ist eine Gegenleistung zu Arbeitskraft und somit ein "Einkommen", das auf der Gehaltsabrechnung entsprechend als Gehaltswert aufgeführt werden muss.
Alle Sachwerte werden ihrem Wert nach aufgestellt, ggf. geschätzt, und als Bruttoverdienst auf der Gehaltsabrechnung aufgeführt und in das Steuer- oder Sozialbrutto einberechnet um davon dann die Beiträge oder Steuern zu berechnen und anschließend als Nettoabzug wieder aus dem Gehaltswert herausgerechnet, da man es ja schon als Sachwert erhalten hat.
Somit ist es keine höhere Ausbildungsvergütung, sondern lediglich eine Bruttomehrung zur wertmäßigen Festsetzung des Beitrages und der Steuern.

Jemand, der einen Sachbezug erhält hat im endeffekt weniger Netto, als jemand ohne Sachbezug, da er einen erhöhten Bruttowert hat. (Progressives System = Mehr Brutto -> Mehr Abzüge)

Ich kann gerne ein Abrechnungsbeispiel aufstellen, sollte es so nicht ganz klar geworden sein.

Also finde ich nicht, dass er nicht nicht das Recht hat ein höheres Brutto zu bekommen.
Das er dann mehr schwierigkeiten mit den Behörden hat um Unterstützung zu bekommen ist ein anderes Thema.

Ich habe selbst auch die ersten 3 Monate im Hotel gewohnt und dafür einen Logis sachbezug gehabt, der mir den ersten Antrag auf Wohngeld zur schwierigkeit hat werden lassen, da mein Brutto dementsprechend hoch war. Allerdings konnte man mit dem Herren vom Sozialamt gut reden und er hat das dann auch gleich gesehen, dass es sich ändert wenn ich die Wohnung habe.
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Re: Kost/Logis

Beitragvon friesenotto » Mi Jul 28, 2010 17:20

Moin, moin, Zusammen!
Somit ist es keine höhere Ausbildungsvergütung, sondern lediglich eine Bruttomehrung zur wertmäßigen Festsetzung des Beitrages und der Steuern.
Sachbezüge sind "geldwerte Vorteile" also, wie Du schon sagst "Einkommen". Wenn der AG dem AN nun die Sachbezüge "schenkt", so erhöht er damit das Gehalt/Ausbildungvergütung, was man an dere erhöhten Brutto-Ausbildungsvergütung erkennt. Der Azubi, der noch im Hotel Mama wohnt, kann dann aufgrund des allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes eine entsprechende Erhöhung seiner Ausbildungsvergütung einklagen.

gruss



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Re: Kost/Logis

Beitragvon Quin_Tulop » Mi Jul 28, 2010 21:40

Hallo,

Sachbezüge sind "geldwerte Vorteile" also, wie Du schon sagst "Einkommen". Wenn der AG dem AN nun die Sachbezüge "schenkt", so erhöht er damit das Gehalt/Ausbildungvergütung, was man an dere erhöhten Brutto-Ausbildungsvergütung erkennt. Der Azubi, der noch im Hotel Mama wohnt, kann dann aufgrund des allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes eine entsprechende Erhöhung seiner Ausbildungsvergütung einklagen.
Es ist immernoch ein Unterschied zwischen einem GWV und einer Ausbildungsvergütung.
Ein GWV kann steuer- und Beitragsrechtlich differenziert behandelt werden.
Z. B. bei einem PKW.
Es gibt die Individual- und die Pauschalvertreuerung, die bei anderer Nutzung der Dienst- <-> Privataufteilung verschiedene Vorteile bietet, z. B. bei Pauschalversteuerung die Beitragsfreiheit.

Somit wäre es fatal die Ausbdildungsvergütung mit einem GWV gleichzusetzten.

Allerdings herrscht in Deutschland immernoch Vertragsfreiheit und daher auch folgende Zusatzerklärung zum Gleichbehandlungsgrundsatz:
Der Gleichbehandlungsgrundsatz verpflichtet den Arbeitgeber nicht, alle Mitarbeiter gleich zu behandeln. Ein Arbeitgeber ist individualrechtlich nicht gehindert, die gleiche Tätigkeit von Arbeitnehmern ungleich zu vergüten (BAG 13.09.2006 - 4 AZR 236/05), d.h. die einzelne Bevorzugung oder finanzielle Besserstellung eines Arbeitnehmers kann durch den Gleichbehandlungsgrundsatz nicht auf andere übertragen werden. Vielmehr besteht in Fragen der Vergütung Vertragsfreiheit.
Daher würde ich einem Arbeitnehmer, der extra für die Stelle zuzieht auch den Vorteil, zumindest temporär, des GWV zusprechen.

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Re: Kost/Logis

Beitragvon bambi09 » Mi Jul 28, 2010 22:06

€Quin-Tulop:
jetzt bin ich wieder verwirrt:
also hätte mein Sohn ja vielleicht doch die Chance, die Kosten für Zimmer und Essen erst oben drauf und dann unten wieder abgezogen zu bekommen.
Aber ich weiß nicht, ob es gut ankommt, wenn ich die Chefin drauf anspreche.... :roll:

Hm, wir machen es jetzt wahrscheinlich so, dass wir ihm das Kindergeld, das bisher auf unser Konto ging, schenken.
140 Euro sind schon ziemlich wenig und ich habe einfach Bedenken, ob er die Ausbildung dann durchzieht, wenn er merkt, dass alle seine Kumpels viel mehr verdienen.
Es ist eh der Hammer: einer seiner besten Freunde macht irgendwas mit Maschinen und bekommt knapp 800 Euro auf die Kralle! :shock:
Von so einer Stange Geld hätte ich damals in meiner Ausbildung nur träumen können.

LG, bambi

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Re: Kost/Logis

Beitragvon Quin_Tulop » Mi Jul 28, 2010 22:14

Hallo bambi09,
€Quin-Tulop:
jetzt bin ich wieder verwirrt:
also hätte mein Sohn ja vielleicht doch die Chance, die Kosten für Zimmer und Essen erst oben drauf und dann unten wieder abgezogen zu bekommen.
es ist immer die Frage wie der Arbeitgeber es auslegt.
Wenn er selbst sich als Vermieter darstellt, bezieht er von ihrem Sohn Miete, die nur nicht überwiesen, sondern direkt abgezogen wird.
Wenn er es aber als Arbeitgeber seinem Mitarbeiter/Azubi zur Verfügung stellt, quasi als "Bonbon", dann behandelt er es als Geldwertenvorteil (GWV) und setzt es ihm als Brutto auf, lässt nur steuern, die Ihr sohn der bei Summe eh noch nicht zahlen muss, und Sozialversicherungsbeiträge abziehen, und zieht die Summe wieder im Netto ab, sodass Ihrem Sohn nur die Beiträge zur Last fallen.

Wie schon geschrieben, war es bei mir so, dass ich die ersten 3 Monate im Hotelzimmer gewohnt habe, bis ich meine eigene Wohnung gefunden habe.
Da wurde es bei mir als GWV behandelt, sprich ich habe es als Brutto aufgeschlagen bekommen und im Netto wieder abgezogen bekommen.

Wenn ihr Sohn allerdings auf die Wohnung angewiesen ist, würde ich, habe ich auch mit der eigenen Wohnung dann gemacht, zum Sozialamt gehen und Wohngeld beantragen, das berechnet sich auf das Einkommen des Haushaltes ihres Sohnes, ggf. WG, und die Miethöhe, unabhängig von Ihnen als Eltern.
Das waren bei mir 227€ bei 400€ WarmMiete (20qm, auch relevant) und 468€ Bruttoeinkommen.

Damit kam man dann einigermaßen zurecht.
Würde ich einfach mal drauf ankommen lassen und nachfragen, bzw. den Antrag stellen.
Sozialamt ist meist im Rathaus beheimatet.

Das mit der Ausbildungsvergütung ist im Öffentlichen Dienst/Beamtenlaufbahn noch um einiges extremer, als angehender Verwaltungsfachangestellter im Finanzamt bekommt man im 1. LJ knappe 950€, im 2. 1000 und im 3. 1100 €. Dafür ist der Sprung dann aber nicht mehr weit auf das normale Gehalt.

Viele Grüße
Zuletzt geändert von Quin_Tulop am Do Jul 29, 2010 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kost/Logis

Beitragvon milianda » Do Jul 29, 2010 8:30

Zitat:
"Wenn ihr Sohn allerdings auf die Wohnung angewiesen ist, würde ich, habe ich auch mit der eigenen Wohnung dann gemacht, zum Sozialamt gehen und Wohngeld beantragen, das berechnet sich auf das Einkommen des Haushaltes ihres Sohnes, ggf. WG, und die Miethöhe, unabhängig von Ihnen als Eltern.
Das waren bei mir 227€ bei 400€ WarmMiete (20qm, auch relevant) und 468€ Bruttoeinkommen."



Hallo Quin_Tulop,

habe ich das jetzt richtig verstanden, hier kommt es nicht auf das Einkommen der Eltern an???
Bei uns ist es nämlich so, meine Tochter macht ihre Ausbildung in der Nähe des Elternhauses, Bedingung des Hotel`s/Arbeitgeber war aber dass sie in die Stadt ziehen muss in der sie die Ausbildung macht, da das Hotel aber keine Unterkunft anbietet mussten wir nach einem Zimmer suchen, wir haben zwar vom Arbeitsamt den Antrag auf Beihilfe bekommen, aber der bezieht sich auf unser Einkommen von 2008 und hat keine Aussicht da irgendwas zu bekommen! Könnte meine Tochter nun versuchen vom Sozialamt Wohngeld zu beantragen???
Sorry wenn ich nochmal nachfrage, aber hab das noch nicht ganz verstanden!
Grüßle
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Re: Kost/Logis

Beitragvon Quin_Tulop » Do Jul 29, 2010 9:43

Hallo milianda,

also bei mir wurde nicht gefragt, wo ich vorher gewohnt habe.
Ich hätte genauso gut einfach in die Wohnung neben meinen Eltern ziehen können und das wäre nicht berücksichtigt worden.
Versuchen würde ich es auf jeden Fall!

Hier ist ein Online-Rechner für Wohngeld, der ist recht präzise.

Immer einen Versuch wert, kostet ja nichts, außer etwas Zeit.
dazu braucht man eine Mietbescheinigung vom Arbeitgeber, die letzten 3 Verdienstabrechnungen und die Kontoauszüge der letzten 3 Monate.
Zu erst ist aber wichtig, dass man den Bogen/Antrag an sich einreicht, denn ab der Einreichung des Antrages zählt das Wohngeld, die Anlagen kann man nachreichen, also nicht warten bis man alles zusammen hat.

Viele Grüße
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