Traumberuf: Rezeptionist

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magister-rez
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Traumberuf: Rezeptionist

Beitragvon magister-rez » Do Mär 16, 2006 22:24

Hallo!

Ich bin 21 (m) und mein Traumberuf ist Rezeptionist.

Ich habe bislang noch keine Berufsausbildung hinter mir und eine Lehre würde ich auch nur ungerne machen wollen, wegen dem geringen Gehalt. Ich wohne alleine und muss alles selbst finanzieren. Von 300 oder 400 € im Monat könnte ich nicht leben.

Ich liebe den Umgang mit Menschen. Mir gefällt es immer mit anderen Leuten zutun zu haben, das macht mir Freude und das liegt mir auch.

Was gibt es für Möglichkeiten Rezeptionist zu werden, ohne eine Lehre machen zu müssen? Bei den Stellenbeschreibungen liest man ja meist sehr gute Englisch und Italienisch- oder Französischkenntnisse dringend erforderlich.

Wenn ich die Fremdsprachen auf der Volkshochschule lernen würde (natürlich mit anschliessendem richtigen ELL-Sprachenzertifikat) und ein paar Praktikas in Hotels absolvieren würde, würde das dann ausreichen? Oder ist eine Hotelfach-Ausbildung zwingend erforderlich?
Bei mir ist es auch so, dass ich NUR Rezeptionist lernen möchte. Alles andere wie Kochen, Putzen, Kellnern etc. interessiert mich nicht.
Und in guten Hotels ist es ja auch durchaus üblich, dass der Rezeptionist nur ausschließlich für die Rezeption zuständig ist.

Vielleicht könntet Ihr mir ein paar Tipps geben.

Gruss,
Christian


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Beitragvon Bambi » Fr Mär 17, 2006 1:05

Hallo? Ist das ein Fake oder was?

Das kann nicht ernst sein...

...ohne Ausbildung kein Job ... und schon gar nicht an der Reception, da brauchst Du erst recht das Know-how von den Abläufen im ganzen Hotel. Also ich rede von richtigen Hotels, irgendwo in ner Pension oder Jugendherberge oder sonstwo in ner Klitsche oder in irgendem kleine Ferienort, kann es über das Tellerwäscherprinzip klappen...

....aber ganz ehrlich ...wenn Du auf den Rest kein Bock hast, dann solltest Du nicht ins Hotelgewerbe und nicht an die Reception ... weil alles ist die Gasteinstellung und gehört zusammen.

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Beitragvon magister-rez » Fr Mär 17, 2006 1:57

Wenn man quasi überall mit anpacken muss und "Mädchen für alles" ist, dann brauch man in meinen Augen erst gar keine Ausbildung beginnen. Denn für ein "Mädchen für alles" braucht man keine Ausbildung. Hier in Kärnten gibt es so viele Jobs, die nennen sich "Gastgewerbliche Hilfskraft". Da geht man dann in die Küche zum Teller waschen, die Hotelzimmer sauber machen, die Gläser polieren, die Blümchen gießen und noch andere Scherze...
Und verdienen tut man nach Kollektivvertrag. D.h. ca. 900,- netto.
Und was verdient man als Hotelfachmann, wenn man ausgelernt hat? Wenn es SEHR hoch kommt 1.100 netto?
Und das für die gleiche Arbeit wie als Hilfskraft? :roll:

Entschuldigt, dass ich das hier sagen muss. Aber für die Mühe (3 Jahre Lehrling mit 400 € Gehalt) lohnt sich das nun wirklich nicht. Nur damit man dann nach der Ausbildung 100 oder 200 € mehr verdient? Das ist doch ein schlechter Scherz, oder?
Dann kann ich auch gleich zu Mc-Donalds gehen. Selbst da brauch ich nur Kasse machen und verdiene meine 900 oder (wenn auch in der Nacht) 1.000,- netto.
Aber wenn ich schon eine Ausbildung mache, dann soll sich diese auch auszahlen! Sprich: Bessere Arbeit und besseres Gehalt. Aber wenn nach der Lehre eh alles beim alten bleibt, dann kann ich gleich weiter Hilfsarbeiter bleiben.
Es ist ja schön, dass Ihr alle so sozial seid und Euch Geld nicht so wichtig ist (Hauptsache Ihr könnt andere Leute zufrieden stellen?).
Mir ist Geld jedenfalls sehr wichtig.

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Beitragvon Buffy » Fr Mär 17, 2006 2:16

Wenn Du keinen Bock auf "Mädchen für alles" hast, dann geh doch, wie Du schon sagst zu McDonalds oder bleib Hilfsarbeiter.
Zu dem verdienst Du an der Rezeption so ca das, was Du sagst, was ein ausgelernter Hotelfachmann lernt! Also reich wirst Du da auch nicht.
Und wenn Du sagst, dass es Dein Traumberuf ist, weißt Du eigentlich was dieser Job beinhaltet? :roll:
Ich muss leider nach Hause - da wartet noch ein Bett voller Arbeit... :D


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Beitragvon Bambi » Fr Mär 17, 2006 3:12

*fg*

Genau, stimmt...bist immer Mädchen für alles im Hotel ...mach das am besten mit der gastgewerblichen Hilfskraft, da verdienst Du wenigstens noch ordentlich. Oder Mc Donalds an der Kasse, da ist es körperlich nicht so anstrengend (geistig auch nicht).

Wozu braucht man eigentlich eine Lehre im Leben?

Kasse machen kann man mit Hoteljobs nicht...

(da hat aber einer mächtig Ahnung)

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Beitragvon sakura » Fr Mär 17, 2006 10:23

Wenn man quasi überall mit anpacken muss und "Mädchen für alles" ist, dann brauch man in meinen Augen erst gar keine Ausbildung beginnen. Denn für ein "Mädchen für alles" braucht man keine Ausbildung.
Mensch, endlich jemand, der den dummen Hofas erklärt, wo es lang geht und dass sie sich da in eine fixe Idee verrannt haben... Warum sind wir da nicht selber drauf gekommen?!

Wie kann man nur so arrogant und ignorant sein?!

Was den Rest angeht:

1. Ich nehme an, dass Du noch nie zehn Stunden lang an einer Rezeption gestanden hast. Dann würdest Du nämlich verstehen, warum das meistens nur junge Leute machen: Es ist eine extrem anstrengende und belastende Arbeit, die man in der Regel nur ein paar Jahre machen kann.
Außerdem ist es auf die Dauer selbst an der Rezeption ziemlich eintönig, wenn man immer die gleiche Position behält.
Man hat nämlich einen Vorteil, wenn man etwas über seinen Job weiß: Irgendwann wird man befördert, sprich, man wird mit besserer Bezahlung und einem verantwortungsvolleren Job dafür belohnt, dass man einen guten Job macht und eine Menge Ahnung von seinem Beruf hat.
Dafür sollte man wissen, wie so ein Hotel funktioniert, meinst Du nicht?

2. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Hotel, besonders kein gutes, irgendjemanden am Empfang einstellen würde, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Derjenige muss erst mühsam eingearbeitet werden, macht mit Sicherheit mehr Fehler als eine Fachkraft, die schon einmal während der Ausbildung an der Rezeption gearbeitet hat (ja, während der Ausbildung streichelt man nicht nur Blumen und poliert Gabeln) und stellt womöglich am Ende fest, dass ihm der Beruf doch nicht liegt. Außerdem würde die ungelernte Kraft erwarten, dass man ihr genauso viel / wenig (wie auch immer) bezahlt, wie der Fachkraft.

3. Ich verstehe Deinen ersten Beitrag so, dass Du keine Fremdsprachen beherrschst. Wie viel Zeit möchtest Du denn an der VHS damit verbringen, diesbezüglich ein vernünftiges Level zu erreichen?

Wirklich, Du scheinst ein echtes Geschenk an die Hotellerie zu sein, aber jeder Personalchef würde Dir unter den genannten Bedingungen einen Vogel zeigen.

Wütende Grüße

sakura
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Beitragvon Lothywien » Fr Mär 17, 2006 10:52

Haidoho,...

*Sakura mal einen Baldrian hinstell*

Ich kann deine Wut sehr gut verstehen, und nein hier folgt jetzt kein Aber :-P


Stell dir vor ein Gast kommt zu dir und fragt dich wo zimmer 216 ist und was an diesem so besonders ist? Oder er fragt dich über die Küche, den Service. Er möchte einen Wein mit aufs Zimmer, kannst du da was empfehlen?
Angenommen im Winter fallen Leute aus wegen Krankheit und andere kommen nicht zur arbeit.
Dich kann man nur an der Rezeption einsetzen, eine Fachkraft kann man auch mal spontan in den Service schicken, und er/sie kann da gut helfen. Wer wird jetzt wohl größere Chancen haben eingestellt zu werden?

Als ungelernte Kraft steht man meist beim Fachpersonal im Zweifel. Du kannst noch so gut in deinem Job sein, du wirst dann wohl nie als Fachkraft akzeptiert, und wirst immer als Quereinsteiger gesehen. Für mich wäre das die ganze Sache nicht wert.

Ich kann mich leider immer nur wieder richtig auf den F&B Bereich beziehen. Ich stelle mir das gerade vor, wie ein Gast überlegt im Hotel zuessen (a la Carte) und er scheitert an der Rezeption, wegen Mangelnder Fachlichen Kompetenz. Unsicherheit merkt der Gast direkt, und schreckt ihn ab.

Nun gut, der rest ist ja schon gesagt,...

bis denne

Lothy
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Beitragvon magister-rez » Fr Mär 17, 2006 12:55

Danke für Eure Antworten.

Ich habe einige Stellenbeschreibungen als Rezeptionist gelesen und da stand drin "für Interessierte gerne auch zum Anlernen, keine Berufspraxis erforderlich". Jedoch stand bei jeder Stellenbeschreibung unbedingt Englisch- und Italienischkenntnisse erforderlich.

Und Rezeptionisten werden (gerade auf Saison) gesucht. Das ist ja das gleiche wie mit Abwäschern oder Kellnern. Wie viele Kellner arbeiten im Hotel, die den Beruf gelernt haben? Und wie viele haben ihn nicht gelernt? In meinen Augen brauch man zum kellnern nun wirklich keine grossartige Ausbildung. Darum machen die meisten das ja auch ungelernt.

In 5*-Hotels kann ich mir es in der Tat durchaus vorstellen, dass da nur Rezeptionisten mit einschlägiger Berufsausbildung eingestellt werden. Aber was ist mit kleineren Hotels? Und warum soll ich ausgerechnet in einem grossen bekannten Hotel arbeiten? Jeder weiß doch, dass die Bezahlung in grossen Hotels eher noch geringer ist als in kleineren, familiär geführten Hotels! Und der Druck ist in grossen Hotels auch meist grösser.

Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass die meisten, die hier eine Ausbildung als Hofa haben, nur mäßige Sprachkenntnisse aufweisen können. Das habe ich ja selbst hier im Forum, in anderen Beiträgen gelesen! Und was nützt einem Hotelier einen Rezeptionisten, der sich mit Essen und Weinen auskennt, aber schlechte Sprachkenntnisse hat?
Noch habe ich zwar auch schlechte Sprachkenntnisse, aber wenn ich mich in die Sprachen vertiefe, könnte ich die alle lernen.
Was ist also wichtiger? Sich im Hotelfach auszukennen oder Fremdsprachen zu beherrschen?

Im übrigen verstehe ich Euch nicht, warum Ihr Euch diese ganze Mühe mit der Ausbildung macht. Die Bezahlung ist doch sowas von Miserabel!! Stört Euch das denn gar nicht?
Wenn ich 1.100 netto verdiene, aber nur an der Rezeption sitzen muss, finde ich das OK. Aber nicht, wenn ich überall im Hotel, sozusagen als "Fachmann" mit anpacken muss. Da sind 1.100 netto VIEL zu wenig!!
Und vor allem brauch man nun wirklich keine Ausbildung, als "Hausbursche"!! Das ist doch alles Ausnutzung. Findet Ihr nicht? Und hoch arbeiten kann man sich durchaus auch, wenn man als ungelernte Hilfskraft einsteigt!!

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Beitragvon smeiko » Fr Mär 17, 2006 13:19

man man man,

du widersprichst dir, merkst es nicht. für 1000 netto würdest du an der rezeption arbeiten aber nicht kellnern oder wie.
der job ist doch genauso anstrengend aber du stellst dir das alles glaub ich alles n bischen einfach vor....

"Wenn ich 1.100 netto verdiene, aber nur an der Rezeption sitzen muss, finde ich das OK."

-->Sitzen ist wohl der falsche ausdruck, ich glaube du solltest dich ein wenig mehr informieren, vor allem wenn du mal nachtdienst machst und die einzige kontaktperson im hotel für die gäste bist rennst du mehr rum als du sitzt.

und fremdsprachenkenntnisse sind mindestens genauso wichtig wie das nötige "know how"

du sagst du verstehst es nicht warum man ne ausbildung macht wenn man auch so kellnern kann für dasselbe gehalt
--> GRUND: glaubst du, du hast genau die selben chancen wenn du mal woanders hinmöchtest ausland, bessere hotel, höhere position etc als ungelernter?? ich denke NEIN

"Im übrigen verstehe ich Euch nicht, warum Ihr Euch diese ganze Mühe mit der Ausbildung macht. Die Bezahlung ist doch sowas von Miserabel!! Stört Euch das denn gar nicht?"

--> lehrjahre sind keine Herrenjahre

zu deiner stellenbeschreibung die du gefunden hast: natürlich ist sowas auch möglich kann mir aber kaum vorstellen das du daselbe verdienst wie ein gelernter...

will dir trotzdem nicht den mut nehmen oder sonst was und wünsch dir viel erfolg...

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Beitragvon sakura » Fr Mär 17, 2006 13:24

Ich habe einige Stellenbeschreibungen als Rezeptionist gelesen und da stand drin "für Interessierte gerne auch zum Anlernen, keine Berufspraxis erforderlich". Jedoch stand bei jeder Stellenbeschreibung unbedingt Englisch- und Italienischkenntnisse erforderlich.
Da Du in Kärnten wohnst, wird es sich bei diesen Jobs wahrscheinlich v.a. nur um Saisonarbeiten halten. Selbst wenn nicht: Hier bist Du dann wieder nur Hilfsarbeiter, wirst von den Festangestellten als solcher behandelt (wie Lothy schon sagte) und kommst beruflich auch nicht weiter, da diejenigen bevorzugt werden, die Ahnung von ihrem Metier haben.
In meinen Augen brauch man zum kellnern nun wirklich keine grossartige Ausbildung. Darum machen die meisten das ja auch ungelernt.
Richtig, und wie miserabel ist dann der Service? Hast Du schon einmal richtigen Fünf-Sterne-Service mit dem Service in einer Studentenkneipe verglichen?
Na also!
Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass die meisten, die hier eine Ausbildung als Hofa haben, nur mäßige Sprachkenntnisse aufweisen können.
Ich möchte bitte, ohne anzugeben, dazu sagen, dass ich z.B. neben deutsch und englisch auch französisch und spanisch spreche, das Latinum gemacht habe und Grundkenntnisse in Mandarin besitze. Mein Freund spricht neben deutsch und englisch auch japanisch, französisch und etwas spanisch.
Halte Dich freundlicherweise mit solchen Vorurteilen etwas zurück, wir sind bestimmt nicht die einzigen Hofas, die mehr als "Danke" in einer Fremdsprache sagen können.

Es ist zwar oft richtig, dass Hofas nur Englisch als Fremdsprache beherrschen, die Regel ist das allerdings nicht. In Zukunft wird das Abitur auch immer mehr eine Einstellungsvoraussetzung für Azubis sein, dadurch wird auch der Anspruch an die Fremdsprachenkenntnisse der Bewerber steigen.
Gerade bei Rezeptionisten wird natürlich Wert auf Fremdsprachenkenntnisse gelegt, wir stehen schließlich an erster Front (und sind, by the way auch "nur" A**** für alles!).


Ich kann Deine Sicht bezüglich der Bezahlung teilweise verstehen, es ist nicht die Welt, was wir verdienen, doch die meisten Hofas sind glücklich mit ihrem Beruf.
Dieses Problem ist in diversen anderen Threads jedoch schon ausführlich besprochen worden, bitte schau Dir die im Forum (und allgemein im Gastgewerbe) gängigen Meinungen hier an:

http://www.hotelfach.de/phpbb/viewtopic.php?t=820
http://www.hotelfach.de/forum/viewtopic.php?t=784

usw.

Vielen Dank.
Zuletzt geändert von sakura am Fr Mär 17, 2006 13:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Lothywien » Fr Mär 17, 2006 14:12

hhhmm,...

jetzt fühl ich mich aber mal ganz schön beleidigt. Ich lerne kein Hofa sondern Refa (Restaurantfachmann).

Ich lerne Kellner, um es anders auszudrücken. Es ist eine Anerkannte Ausbildung von 3 Jahren, im Dualen System. Und du behauptest eskann jeder machen.

Wichtigster Punkt in der Gastronomie ist, das ich mit dem Gast umgehen kann. Gastronomie und Hotelerie stelle ich hier mal gleich.

Ich muß an der Rezeption gut mit seinen Wünschen und vorstellungen umgehen können, in der Etage ihm einen Traum erfüllen, (wovon ich ja nicht wirklich ahnung habe, da sollten die was zu schreiben die sich da auskennen) und naja im Restaurant musst du auch wissen, was du anbieten kannst wenn ein Wein zu kräftig ist, zu süß. Welches Getränk zu welchem Gericht, Welches Gericht würde dem Gast am besten schmecken...

aber auch, Whiskey, was ist das überhaupt,.... Wie schreibt man es? Whisky oder Whiskey??? Wie wird er hergestellt. Was ist der Unterschied zwischen einem Cognac und einem Weinbrand? Was ist ein Cremant?

Genau so ist es in allen Abteilungen. Was will ich mit einem Barkeeper der 50 Cocktails kann, aber nicht weiss was der unterschied zwischen Ramazotti und Averna ist? Mal übertrieben gesagt.

Genauso ist es an der Rezeption auch (Denk ich mir). Ein Azubi wird nicht angelernt, er lernt zumbeispiel das gesammte Kassensystem kennen, kennt alle funktionen und so weiter. Leute die man anlernt, denen zeigt man nur was für die wichtig ist. Reicht ja auch. Was wenn das Hotel einmal ein neues Kassensystem bekommt? Die Fachkräfte finden den weg selbst.

Nächste Punkt, was ist mit der Rechtlichen seite? Es ist in der Berufsschule auch ein großes Thema. Was wenn ein Gast seine Zeche nicht zahlt? Darf ich ihn festhalten? darf ich seinen Ausweis einkassieren? Was machst du dann?

Du gehst hier auch total böse in das gespräch ein. Es klingt so als willst du uns lächerlich machen "haha, ihr seid so blöd und ackert so viel für so wenig peepen?!?"

Ist dir bewußt das wir als Fachkräfte viel bessere Chancen bei großen Veranstalltungen haben? Fußball-WM, ein Quereinsteiger wird da kein tollen Job bekommen, dafür ist die präsenz zu wichtig für Fehler. Du kannst mit deinem Arbeitgeber reden, das du noch einen Nebenjob willst.


Ein Kollege sagte einst. An Leuten die so denken geht die Gastronomie kaputt.

naja
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Beitragvon magister-rez » Fr Mär 17, 2006 15:57

Oje,

ich glaube ich lerne doch lieber einen anderen Beruf.

Meine Mutter hat mal als Pförtnerin gearbeitet (was ja ähnlich ist wie Rezeptionist). Den Job hat sie von einer Zeitarbeitsfirma gekriegt. Das einzigste was sie machen musste war, immer freundlich sein wenn jemand rein kam, Telefon abheben, weiter verbinden u.s.w.
Dafür hat sie 1.200 netto gekriegt! Und die meiste Zeit war nichts los, da durfte sie dann Zeitung lesen, Kaffee und Kuchen essen. Und das ist KEIN Witz!!!

Und so einen Job möchte ich halt auch gerne haben.
Ich hoffe Ihr versteht das! Wirtschaftlich gesehen für einen selber ist es äußerst unrentabel 3 Jahre einen Beruf zu erlernen, wo man nach der Lehre genau so viel verdient wie als ungelernter und muss sogar noch mehr arbeiten.

Ich möchte hier weder böse antworten, noch euch auslachen! Aber in meinen Augen sind jegliche Gastro-Jobs nur was für Leute, die "Arbeitstiere" sind und denen das so sehr Spass macht, dass ihnen der mickrige Lohn egal ist.
Ich habe gedacht, Rezeptionist sei genau wie Pförtner und da hat man keinen grossartigen Stress. Aber wenn das so ist, verzichte ich lieber. Ich lerne doch nicht 3 Jahre lang intensiv Fremdsprachen, mache Praktikas hier und da und das alles für nichts?!

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Beitragvon sakura » Fr Mär 17, 2006 16:29

Aha, jetzt kommen wir dem Ganzen also auf den Grund.

Also:

Falsch: Rezeptionisten sind keine Pförtner.

Die Rezeption ist u.a. und je nach Haus

- Telefonzentrale,
- Reservierung,
- Check-In und Check-Out-Schalter,
- (Teil der) Buchhaltung,
- Concierge (Beratung der Gäste für Touren, Restaurants, Opern,
Theater, Museen...),
- Anlaufstelle für alle kleinen Wehwehchen und großen Katastrophen
- usw.

Und wo ich gerade schon dabei bin, Vorurteile abzubauen:

Falsch: Ein Kellner ist nicht nur ein "Tellerträger".
Falsch: Eine Hausdame ist nicht nur eine "Putze".
Falsch: Die wenigsten von uns verbringen ihren Tag damit, Zeitung zu lesen und Kuchen zu essen.

Richtig: Wir sind "Arbeitstiere", doch wir haben dennoch "nebenbei" ein Leben.
Richtig: Uns macht unser Job so viel Spass, dass uns der mickrige Lohn egal ist. Man kann davon nämlich durchaus leben!

Daher: Wenn Du Pförtner werden möchtest, werde Pförtner, aber tritt nicht allen Leuten auf den Schlips, die ihren Beruf ernst nehmen und stolz darauf sind, ihn auszuüben.
Zuletzt geändert von sakura am Fr Mär 17, 2006 16:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Tätigkeit: Azubi Hofa

!

Beitragvon hofa4life^^ » Fr Mär 17, 2006 17:31

man kann nicht immer den weg mit dem wenigsten Wiederstand gehen!!!!!!

merk dir mal eins : das leben ist kein Ponyhof :P !

wenn du mit so einer Einstellung in dein Leben gehst wirst du nie über den Hilfsarbeiter hinaus kommen!

hast du nicht den Stolz und die Erwartungen etwas aus deinem Leben zu machen? traurig....

trotzdem viel Glück

Alex

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Beitragvon magister-rez » Fr Mär 17, 2006 18:23

Natürlich habe ich Stolz was aus meinem Leben zu machen!
Aber es soll schon ein anständiger Beruf sein, weil sonst kann ich ja gleich Hilfsarbeiter bleiben.

Da ja Rezeptionist wohl ausscheidet, könntet Ihr mir was anderes empfehlen?

Hier mal ein paar Eigenschaften von mir:

- 2 linke Hände (daher keine Handw. Berufe möglich)
- Schlechte Konzentration und schleppende Auffassungsgabe (daher keine akademischen Berufe möglich)

- Ich liebe den Umgang mit Menschen
- bin immer freundlich zu Gästen
- Gehalt muss MEHR sein, wie als Hilfsarbeiter
- Der Beruf muss Zukunftssicher und gefragt sein

Könnt Ihr mir da ein Beruf empfehlen, der zu mir passen könnte?
Handwerklich bin ich eine Niete!! Das geht also schon mal gar nicht und mit dem Kopf denken liegt mir auch sehr schwer. Gerade Mathe, da habe ich noch nie was verstanden. Ich habe nur sehr knapp den Hauptschulabschluss geschafft.

Ich habe gedacht, "Rezeptionist" währe genau das richtige für mich, weil man sich da weder körperlich noch geistig anstrengen muss.
Aber was nützt einem das, wenn man als Mädchen für alles mal hier, mal da eingesetzt wird und es genau so wenig Geld gibt, wie bei Mc-Donalds?
Pförtner kann man ja leider nicht lernen.



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