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sirvival
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Beitragvon sirvival » Mo Okt 08, 2007 2:12

ein schritt nach dem anderen.
meiner meinung nach denken hier viel zu viele leute direkt nach der lehre auf den gm-posten aufzusteigen und dann die füsse hochzulegen, nur weil es das einzige ist, was sie vom gm in ihrem betrieb sehen und mitbekommen.
macht erst mal nen vernünftigen abschluss und nen 1/2 jahr vorher nen halbwegs vernünftigen plan für die zukunft. sprich, sofort raus aus der brd, so lange ihr noch jung und ungebunden seid!!! das gehört ja mittlerweile zu unserem beruf dazu ... erst dann seht ihr, was es heisst, in der hotellerie bzw. gastronomie tätig zu sein!
Ich bin eine Mischung aus jung und erfahren! So etwas findet man ja sonst nur auf dem Strassenstrich.


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Lothywien
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Beitragvon Lothywien » Mo Okt 08, 2007 18:50

Hola,

hier muß ich auch Sirvival mal recht geben...
aber wart mas mal ab was kommt, hab ja noch 34 Lehrmonate vor mir.
Das soll jetzt, auch wenn ich dich, Mone, persönlich angreife, nicht persönlich gemeint. Es ist nur gerade so ein perfektes Beispiel. Man findet so oft Leute die gerade erst in die Gastronomie gekommen sind, und dann schon planen und planen ohne zu wissen was das Leben so mit sich bringt. Es gibt öfter Mädels in der Gastro die auch während der Ausbildung schon schwanger werden, und was ist dann mit der Zukunft?

Es ist einfach so, das man zwar überlegen kann was man in der Zukunft macht, aber primär sollte man auch das Leben nicht vergessen, und diese auch ein bisschen auf sich zukommen lassen. Man muß mit einer Hofa-Ausbildung auch nicht in der Gastronomie bleiben. Eine Freundin ging jetzt raus aus der Gastro,... und warum? weil sie doppeltsoviel verdient und angenehme arbeitszeiten hat.

Man kann auch als Chef de Rang schon ein glücklicher Mensch sein, ..... im Grunde als einfacher Kellner, oder einfacher Koch. Wie ich schon öfter geschrieben habe, wir Leben nicht zum Arbeiten, sondern Arbeiten zum Leben....

Gruß Lothy
Merkwürdige Feststellung: Als ich klein war, war 2000 noch Science-Fiction. Jetzt ist es letztes Jahr - ich muss erwachsen geworden sein.
(39,90 - Frederic Beigbeder)

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Beitragvon Grogg23 » Mo Okt 08, 2007 23:50

Hallo Leute,

die so harmlos begonne Diskussion hat doch nen ganz schoenen Schlenker genommen.

Sicher ist es verfrüht bereits als Noch-Nicht Azubi bzw. Neuling im Hotelgewerbe bereits von hochtrabenden Karrierewegen zu philosophieren dennoch finde ich es gut seinen Weg konsequent und zielstrebig zu verfolgen.

Ich kann deinen Leitspruch @Lothywien verstehen doch warst nicht gerade du es, der eben erst vor kurzem eine Entscheidung zu Gunsten des Berufes und entgegen seines moeglichen privaten Glückes getroffen hat?

Und finanziell bin ich teilweise auch nen bissl sensibel. Möchte da vllt auch mal nen Bsp. anbringen: Meine Cousine ist einfache Altenpflegerin und hat 1700€ netto! Das verdient unsereiner selbst als Empfangschef(zig Jahre Berufserfahrung, frisch befördert) nicht! Dann machst du regelmaessig deine 12-14 Stundentage, bis zu 6 Tage die Woche, hast jede Menge Stress und Verantwortung. Musst für jeden Bockmist deiner Vorderleute gerade stehen und gehst am Monatsende mit gerade mal ca. 1300€(lt. NRW Tarif) nach Hause.

Wo ist da bitte schoen noch die Verhaeltnismaessigkeit? Manchmal frage ich mich da schon wie weit die Liebe fuer den Beruf gehen kann.

Unser Beruf ist facettenreich und bietet vielfältigste Entwicklungschancen, hält allerdings auch jede Menge Huerden bereit über die man sich im klaren sein muss.

Sich in Deutschland hoch zu arbeiten ist schwierig und die Konkurrenz gewaltig daher ist es fast unerlaesslich sich im Ausland weiter zu entwickeln, denn mir kann keiner erzaehlen, dass ein z.B. Rezeptionist der aufgrund deutscher Verhaeltnisse mitunter bis zu 3 Jahre auf der untersten Stufe herum gedümpelt ist tatsaechlich mehr Erfahrung hat als einer der gerade 1 Jahr tätig ist. Irgendwann sind die Arbeitsablaeufe drin und dann kommt nichts mehr... und da inzwischen bei vielen Ketten aus finanziellen Gruenden die Zwischenpositionen abgeschafft wurden, fehlt oftmals auch noch die Moeglichkeit sich weiterzuentwickeln und so fuer eine hoehere Position zu qualifizieren.

Also ganz nach dem Leitspruch: !Selbst ist der Mann! Schulische Weiterbildungen sind sicher hilfreich um seinen Weg zu ebnen. Und um sich weiter zu entwickeln muss man halt Ziele haben::::

Deswegen bitte nicht so arg auf den hoch motivierten Nachwuchs einschlagen. Die Realitaet holt sie schnell genug ein, dann koennen sie sich behaupten und sich an Ihren Vorstellungen messen lassen.

LG Grogg
Geniess dein Leben in vollen Zügen.

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Beitragvon phily1986 » Di Okt 09, 2007 20:48

Grogg
Du solltest Reden schreiben,...

Aber es stimmt schon, ich hatte als Azubi auch immer schon Pläne für nach die Ausbildung (Schiff,USA,CH,), hauptsache weg vom Lehrbetrieb,...und was ist passiert??...??
Natürlich ist alles anders gekommen als erwartet, wurde (als 1.Azubi seit 10Jahren) von meinem Betrieb übernommen und hab mich mittlerweile zum Empfangsherren hoch gearbeitet,...und jetzt??,...ja jetzt bin ich Zivi und hock erstmal 9 Monate NUR rum(Besuche jetzt nen franz.Kurs...man muß die Zeit ja nutzen)und jobbe neben her im Hotel,....

Was ich damit sagen will ist, es ist gut Träume/Pläne usw. zu haben, nur so entwickeln wir den nötigen Ehrgeiz um uns weiter zu bilden.
Aber man sollte nicht entäuscht sein, wenn es anders kommt.
Außerdem hat doch jeder einen kleinen Karriereplan im Kopf,mit der Zeit wird man bloß realistischer was das angeht, man merkt das man nicht der einzige mit nem Abschluss ist,...

So sehe ich das ganze,... :wink:
Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, daß man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.
-Hemingway


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Beitragvon BenTheMan » Do Okt 11, 2007 1:14

Fully Qualified graduate in the hotel and catering industry ;)
So hab ichs damals auch gelernt.

Was deine Ziele angeht: Das mit dem Schiff nach der Ausbildung klingt schonmal gut (reizvoll, aber auch unheimlich anstrengend und nicht für jeden geeignet). Danach (oder auch direkt nach der Ausbildung) kann man eine Position an der Rezeption anstreben, evtl. sogar im Ausland. Nach 1-2 Jahren kann es in Richtung Shiftleader gehen und von da aus zum Asst. FOM.

Wie schnell (oder nicht) das geht hängt von vielen Faktoren ab. Oft spielt auch Glück eine große Rolle. Vielleicht geht dein Vorgesetzter zum richtigen Zeitpunkt in ein anderes Hotel, so dass du aufrücken kannst. Vielleicht ist die entsprechende Position im Haus aber auch über lange Zeit noch besetzt, so dass man das Hotel wechseln muss und evtl. nochmal auf derselben Stufe einsteigt.

Auf dem Weg nach oben kann auch eine Hotelfachschule o.ä. (Heidelberg, Bad Honneff, Ravensburg, Dortmund, usw) sinnvoll sein.

Ich finde es gut sich Ziele zu setzen, auch wenn diese noch sehr weit weg erscheinen. Wie sollte man sonst jemals etwas erreichen? Wer als "normaler" Rezeptionist zufrieden ist, wird direkt nach der Ausbildung sein Ziel erreicht haben und keinen Anreiz mehr haben, sich weiterzuentwickeln. Das mag für manche das richtige sein, doch wer sich vornimmt Karriere zu machen muss auch die entsprechenden Ziele haben.

Trotz allem muss man offen sein für weitere Entwicklungen. So mancher Azubi war sich sicher in Richtung F&B gehen zu wollen, bis er an den Empfang kam und die Arbeit so sehr gefiel, dass sich das Ziel änderte.

Nur ein Beispiel für solche Änderungen:
Ich war mir bis vor ein paar Wochen sicher, dass ich in meinem jetzigen Hotel noch eine ganze Weile Night Manager bleiben würde, um dann irgendwann die Position des Asst. FOM zu übernehmen (hier im Haus oder in einem anderen der Kette). Jetzt sitze ich aber ab Dienstag auf dem Stuhl des Chef Concierge. So schnell kann es gehen.
Ein Hotel ohne Concierge ist wie eine Kirche ohne Pfarrer

"Die Goldenen Schlüssel" -- "Union Internationale des clefs d'or"

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Beitragvon Kai » Fr Okt 12, 2007 19:12

Also ich will auf jeden Fall F/O oder Sales & Marketing! Habe auch gelesen dass man für S&M auch gut F/O-Erfahrung gebrauchen kann... Und studieren werde ich auf alle Fälle noch. Wie / wann / wo etc. - dazu habe ich wirklich noch Zeit ;-)

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Beitragvon homer » Fr Okt 12, 2007 20:22

Also ich will auf jeden Fall F/O oder Sales & Marketing!
das ist auch mein ziel, wobei mir sales & marketing fast schon zuviel büroarbeit ist. f/o finde ich am spannensten, obwohl ich bis jetzt nur eine woche am concierge desk im sheraton war, und jetzt bei uns im radisson bis jetzt nur im service, aber ich bin mir trotzdem sicher, dass rezeption genau meine welt ist.
concierge finde ich auch super, allerdings kann ich mir vorstellen, dass man dann nicht mehr so flexibel ist und die welt kennen lernt und viel rum kommt und in verschiedenen ländern arbeiten kann, weil man seine umgebung und die jeweilige stadt ja sehr gut kennen muss, dort die entsprechenden kontakte hat usw. ist es nicht eher so, dass concierges "alt-eingesessene" sind?
bitte korrigieren, wenn's falsch ist, aber ist so mein eindruck, dass man dort nicht so oft die arbeitsstelle wechselt wie beispielsweise als servicekraft.



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