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Wieso dauert der Weg nach oben so lange...

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Patrick333
(@patrick333)
Beiträge: 476
Reputable Member
Themenstarter
 

Habt ihr euch nicht auch manchmal gefragt, warum es so lange dauert, sich nach oben zu arbeiten?

Ich denke oft daran, keine Ahnung warum, aber es kommt mir immer öfter in den Sinn.
Ich spreche nur für mich, aber irgendwie zieht sich das ganze doch sehr hin.

Abi, Bund, Ausbildung mit kurz vor 23 abgeschlossen, 1 Jahr USA, 1 1/2 Studium, 1 Jahr Management Training, danach endlich Ass. Manager und knapp 1 Jahr später Manager (jetzige Position). Nächsten Monat werde ich 28 Jahre alt. Grausam! :doubt:

Ja, gut, ist doch nicht schlecht sagen die einen, aber wenn man runterechnet, 8 Jahre in der Hotelerie, 5 Hotels, 5 Jobs und bisher Middle Management?!?! In der Hierarchie irgendwo in der Mitte angesiedelt, Entscheidungsfreiheit ja und nein und der Weg nach oben, immer noch sehr sehr lang.

Nach dem Studium voller Tatendrang (immer noch) aber sehr viel realistischer als noch vor 3 Jahren. Man wird nicht jünger und so langsam fragt man sich, wie lange dauert es bis man "entdeckt" wird, man "gesehen" wird, das eigene volle Potential ausschöpfen kann und der "steile" Pfad genommen wird?

Immer wieder kommt mir der Spruch meines Bruders in den Sinn, den ich in der Ausbildung so oft von ihm gehört habe: "Lehrjahre sind keine Herrenjahre!". Ok, got it, aber Ausbildung ist seit 5 Jahren vorbei, so langsam könnten dies Herrenjahre ja anfangen, oder?!

Ist man, bzw. bin ich zu ungeduldig, zu überheblich, zu unrealistisch? Ich nehme mir nicht raus, dass ich FOM machen könnte (nicht ohne Einarbeitung jedenfalls), aber wenn man manchmal sieht, was für Leute in bestimmten Position so machen, da könnte man sich schon fragen, ob die es "verdient" haben und eigentlich viel wichtiger, ob sie die Besten dafür sind, denn vieles kann man einfach besser und man fragt sich schon, sollte dort nicht jemand arbeiten, der Ahnung und auch die Passion dafür hat??? (nic hts gegen meinen FOM, sehr gute Person).

Jede Kette expandiert, allein IHG wird in den nächsten Jahren über 1600 Hotels eröffnen, dann kommen noch Starwood, Hilton, Best Western und und und dazu. Grob geschätzt 5000 - 10000 Hotels.
Die brauchen doch GM's, FOM's, Küchenchefs und zig andere Leute dafür. Eigentlich müsste der Weg dadurch doch schneller vorangehen, oder?

Irrglauben?

Nun denn, machen wir weiter und wartn auf den Tag, wo man "entdeckt" wird und für das belohnt wird, was man im Stande ist zu schaffen und endlich die verdiente Beförderung und die Benefits erhält, die man sich wünscht!

Mein Wort zum Sonntag, nur am Samstag.

Cheers

Disclaimer: Alle meine posts enthalten meine eigene Meinung und representieren nicht zwingend die Standpunkte oder Meinungen von Hotel.

 
Veröffentlicht : 20/02/2010 12:53 p.m.
(@kaja247)
Beiträge: 236
Estimable Member
 

Vielleicht liegt es an der Branche? Vielleicht an deinem subjektiven Empfinden? Jeder bekommt was er verdient, früher oder später 😉
und manchmal ist geduld der kürzere weg 😆
zu all deinen fragen fällt mir folgendes gedicht ein (vll. tröstet dich das ein wenig):

Geh freundlich und gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke daran, welcher Friede in der Stille zu finden ist. Soweit wie immer möglich und ohne Dich selbst aufzugeben, versuche, mit allen Menschen auszukommen. Rede von Deiner Wahrheit ruhig und deutlich und höre anderen zu, selbst wenn sie Dir langweilig und unwissend erscheinen, auch sie haben ihre Geschichte. Geh lauten, angriffslustigen Menschen aus dem Weg, denn sie sind eine Plage für den Geist.

Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, werde nie eitel oder verbittert, denn es wird immer Menschen geben, die mehr oder weniger können als Du. Freue Dich über das, was Du erreicht hast, wie auch über Deine Pläne. Behalte das Interesse an Deiner Arbeit, doch ohne Überheblichkeit. Denn Dein Tun und Handeln ist ein wahrer Besitz unter all den Dingen, deren Wert mal zu-, mal abnimmt. Sei vorsichtig bei Deinen Geschäften, denn die Welt ist voller List. Werde aber dadurch nicht blind gegenüber der Tatsache, daß es viele Menschen gibt, die noch Ideale haben und sie zu verwirklichen trachten.

Sei Du selbst. Vor allem täusche nicht Zuneigung vor, noch werde zynisch, was die Liebe angeht, denn trotz aller Erstarrung und Entzauberung, die Du um Dich siehst, kehrt sie immer wieder wie das Gras.

Beuge Dich freundlich dem Rat der Jahre und gib mit Anmut jene Dinge aus der Hand, die der Jugend vorbehalten sind. Erhalte Dir die Schärfe des Verstandes, denn sie vermag Dich vor plötzlichem Unglück zu bewahren. Aber laß Dich nicht fallen in ständiges Grübeln. Viele Ängste sind nur eine Ausgeburt von Müdigkeit und Einsamkeit. Nichts gegen eine gewisse Disziplin, im übrigen aber sei freundlich mit Dir selbst.

Du bist ein Kind des Universums, nicht anders als der Baum vor der Tür oder die Sterne am Himmel. Du hast ein Recht darauf hier zu sein. Und ob es Dir nun klar ist oder nicht: das Universum entfaltet sich seiner Bestimmung gemäß. Deshalb lebe in Frieden mit Gott, was immer Du für ihn halten magst. Was immer Deine Arbeit und Dein Streben sein mag in der lärmerfüllten Verwirrung des Lebens: halte Frieden mit Deiner Seele! Trotz aller Täuschungen, Plackereien und aller zerbrochener Träume ist es immer noch eine wunderbare Welt. Sei bedacht.

Strebe danach, glücklich zu sein.

I learned
I am learning
I will learn

 
Veröffentlicht : 20/02/2010 6:48 p.m.
(@mystic-bln)
Beiträge: 137
Estimable Member
 

Ob das Gedicht hier so passt lasse ich mal dahingestellt 😉

Ich kann deine ansich (glaube ich) nachvollziehen =)
Habe selber mit 22 ausgelernt und bin in den USA, habe natürlich auch das ziel mich "hoch" zu arbeiten.
Ich muss auch ehrlich sagend as mir das gleich auffällt wie dir (ich bin bei Starwood) in einigen bereichen arbeiten Menschen wo man sich dann doch denkt "war das die richtige entscheidung des managements" ?

Ich will mich nicht besser darstellen als ich bin (ich habe noch SEHR viel zu lernen - definitiv) aber alleiun mein subketives befinden urteilt da.
Ich glaube das in manchen bereichen einfach nach "Bildungsstand" entschieden wird.
"Was du hast ein Studium und kannst 3 Sprachen, hast aber 0 praktische Erfahrung -
das ist alle mal besser als 5 Jahre praktische Erfahrung und 2 Sprachen" 🙄

Ich werde es sehen, werde danach (wenn alles klappt) weiterhin versuchen im Ausland zu bleiben und mich weiter zu entwickeln damit ich auf jeden Fall meine Chancen ausbaue und mich selber fördere...

 
Veröffentlicht : 20/02/2010 7:09 p.m.



(@kaja247)
Beiträge: 236
Estimable Member
 

"Was du hast ein Studium und kannst 3 Sprachen, hast aber 0 praktische Erfahrung -
das ist alle mal besser als 5 Jahre praktische Erfahrung und 2 Sprachen" 🙄

ich finde den Bildungsstand aber auch mindestens genauso wichtig wie die Erfahrung. Wissen und Können würde ich (persönlich) nicht unbedingt auf eine Waage legen - eher zusammenfassen. Wenn ich mich zurück erinnere hat mich o.g. Beispiel damals auch immer aufgeregt, deswegen hab ich n Studium angefangen. Und mittlerweile merke ich die Vorteile (aber auch die Nachteile) 😉

I learned
I am learning
I will learn

 
Veröffentlicht : 21/02/2010 10:33 p.m.
Katzenoma
(@katzenoma)
Beiträge: 604
Honorable Member
 

Ich kann deine Gedanken absolut nachvollziehen.

In den letzten 1-2 Jahren habe ich viele meiner Illusionen verloren.

Wer mehr leistet, erntet mehr Anerkennung? Hätte ich früher ohne nachzudenken unterschrieben.

Mittlerweile hab ich jedoch eher das Gefühl, dass man sich nur gut verkaufen muss, um Aufzusteigen. Das Leistungsbereitschaft und Können hingegen oftmals spärlich sind, scheint in der Chefetage keinem aufzufallen. Zumindest mir geht es so, dass ichhäufiger mal gedacht hab "So what? Warum soll ich mir den Bobbes aufreissen, wenn ich anscheinend auch ne ruhige Kugel schieben kann und trotzdem damit durchkomme?"

Hab ne sehr aussichtsreiche Bewerbung am Laufen. Bekomme in den nächsten Tagen diesbezüglich Bescheid. Und ganz ehrlich: Wenn ich merke, dass das wieder so ne "Sackgassenstelle" ist, dann werd ich schneller mit der Familienplanung beginnnen als bisher gedacht und ne Auszeit nehmen. Stell mir nichts schlimmer vor, als den Spaß an der Arbeit zu verlieren...

Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken. (Novalis)

 
Veröffentlicht : 22/02/2010 4:32 p.m.
(@mystic-bln)
Beiträge: 137
Estimable Member
 

Ich weiss auch ehrlich gesagt noch nicht so recht wo ich hin möchte aber eins weiss ich, sobald ich den Spass an dem verliere was ich mache oder in eine Stelle komme die mir absolut nicht zusagt, wechsel ich!!!

Studium ist auch noch im Hinterkopf, habe mir darüber aber ehrlich gesagt noch nicht so den Kopf gemacht, erstmal werde ich noch 1-2-3 Jahre weitere Auslandserfahrung sammeln und je nachdem wie ich dann denke und/oder die Angebote stehen werde ich weiterdenken.

Ist zwar evtl. nicht der richtige Fred dafür, aber was kann man den in der Hotelrichtung studieren wenn man wirklich will das es voran geht!?! (ausser dem Betriebswirt).

Personalführung oder Marketing würden mich interessieren =)

 
Veröffentlicht : 22/02/2010 7:23 p.m.





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