Hi ich frage mich wann ist die grenze erreicht was die Überstunden angeht.
Ich will hier jetzt nicht rumstänkern, ich weiß das es in der Gastronomie normal ist das man Überstunden leisten muss, dafür bin ich schon lange genug dabei aber ich hatte am Wochenende einen 28 Stunden Arbeitstag das ist zwar nicht die regel aber auch keine seltenheit.
Bin ich den der Einzige den sowas stört, können wir in der Gastronomie den jede erdenkliche Behandlung von Mitarbeitern Rechtfertigen nur weil wir sagen "ja so ist halt die Gastronomie".
Ich würde gerne die Meinung von Kolegen, Vorgesetzten und Mitarbeitern aus der Gastronomie dazu hören vieleicht bin ich ja auch in meinem denken falsch. ?)
Das hab ich mich auch schon öfters gefragt. Keine Frage, jeder, der in die Gastro geht weiß, worauf er sich einlässt. Jeder weiß, dass es kein 9-5-Job ist, dass man nicht einfach jede Woche seine 38 h macht und dann heimgeht.
Ich glaube, bis zu einem gewissen Grad sind wir "selbst schuld" an unserer Misere. Würde niemand mehr sowas mitmachen, würde es das wohl nicht mehr lange geben. Oder nur noch durch Aushilfen, worunter aber die Qualität wieder massiv leidet.
Kündigen wäre wohl ein Ausweg, aber wer kann sich das noch 'einfach so' leisten? Da beißt sich die Katze in den Schwanz...
Ja man darf NEIN sagen zu solchen Zuständen.
Und zwar kann man einfach mal nach 10 Stunden nach Hause gehen, wenn sich Überstunden anhäufen aufgrund von FEhlplanung und fehlendem PErsonal weil der Chef sparen will.
Natürlich kann immer mal wirklich ein KRankheitsfall alles durcheinander bringen. Wir hatten anfang des Jahres eine Noro-Virus-Epidemie im Hotel. Innerhalb von 18 Stunden waren fast 50% der Angestellten krank.
Keine Frage das in einem solchen Fall alle die noch arbeiten können auch arbeiten.
Aber wie gesagt wenn sich die Stunden aus den falschen Gründen anhäufen, kann man zum Chef gehen und sagen man macht das so nicht mit Und sind wir doch mal ehrlich in unserer Branche findet man immer (!!!!) in kürzester Zeit etwas neues wenn es hart auf hart kommt.
ich sehe das so wie lion:
die sache mit den überstunden ist mist, aber letztendlich sind wir wirklich irgendwie selber schuld. wir lassen es ja mit uns machen.
ich sehe es ja auch in meinem betrieb, alle meckern und maulen, alle kriechen nach einem mega-event auf dem zahnfleisch und trotzdem stehen alle am nächsten tag nach zwei stunden schlaf auf der matte um die frühstücksgäste anzulächeln.
man müsste sich mal zusammentun. es reicht nicht wenn einer "nein" schreit, alle müssen mitziehen. aber dazu müsste sich auch jemand aufraffen und obwohl im job alle arbeitstiere sind... wenn es um die eigenen rechte geht werden alle ganz kleinlaut (außer in einem anonymen forum oder unter freunden un vertrauenswürdigen kollegen)
Also ich muss sagen, ich hab da bei meinem Chef shcon Grenzen gesetzt so weit es eben ging - hat allerdings zur Folge, dass ich keinen Beliebtheitswettbewerb gewinnen würde - also beim Chef zumindest.
Ist mir in der Konsequenz allerdings egal. Ich sehe es nicht ein dauernd umsonst Überstunden zu machen die in meinen Augen vermieden werden könnten. Mal klappt das, mal nicht. Aber wer alles nur schluckt und den Mund nicht aufkriegt, ist wirklich selbst schuld. Ich würde da notfalls den Betrieb wechseln. Wie schon gesagt - in der Gastro findet man nun wirklich immer schnell was neues.
