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schlechte Zimmerreinigung... Umgang mit Mitarbeiter  

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hotel12345
(@hotel12345)
Praktikant Mitglied

Hallo,

mich beschäftigt eine Frage zum Thema Housekeeping/ Zimmerreinigung.

Ich arbeite in einem kleinen 40 Zimmer Haus.

Jetzt ist es so das es im Haus eine Reinigungskraft gibt die schon mehrere Jahre angestellt ist.
Mit der sorgfältigen Reinigung der Zimmer sieht es schlecht aus.
Teppiche schlecht gesaugt. Staub in den Ecken ..
viele viele Haare im Bad. Geht meiner Meinung nach garnicht .. selbst wenn das EZ nur 50 € die Nacht kostet.

Jetzt ist meine Frage wie ist mit so einer MItarbeiterin umzugehen?

Der Chef sagt.. mit Ihr reden .. reden .. reden ... (schon 1000 mal über Jahre getan) und nichts ändert sich.
Wenn Gäste kommen muss der Mitarbeiter der gerade Dienst hat nachreinigen.
Bevor ich Gäste auf die Zimmer lasse checke ich jedes einzelne Zimmer ... aber das kann doch nicht Sinn und Zweck sein.
Bad checken .. nochmal Staub wischen ..

Vorher habe ich im 5 Sterne Haus mit Fremdfirma gearbeitet.
Da hieß es dann einfach .. Zimmer wird erst abgenommen wenn es ordentlich geputzt ist.

Wenn ich den Vorschlag bringe endlich mal abzumahnen, damit sich vll mal etwas ändert wird entgegnet.
Das kann man mit so langjährigen Mitarbeitern nicht machen. Quasi ein Freifahtsschein?

Wie würdet Ihr so eine Situation handlen?

Zitat
Veröffentlicht : 23/03/2015 5:37 pm
Alex
 Alex
(@gastro-alex)
Chef Moderator

Tja, Reden würde ich auch erstmal. Vielleicht gibt es ja Gründe für die mangelhafte Arbeit, die man noch nicht kennt, aber abstellen kann.
Wenn alles nichts hilft, konkrete Missstände schriftlich erfassen und abmahnen. Wobei die Abmahnung ja keine Strafe sein soll. Eigentlich ist sie ja nur der schriftliche "Hinweis" des Arbeitgebers "Achtung, wir sind mit Deinem aktuellen Verhalten unzufrieden, bitte stell' dies und das sofort ab."
Mancher versteht es ohne diesen Warnschuss leider nicht anders.

"Watch, learn and don't eat my cookie!" - Phoebe in Friends S05E14

"Aus Respekt vor dem Arbeitgeber erscheint man eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn, verbeugt sich vor dem Chef und nach Dienstschluss entschuldigt man sich, dass man nun gehen wird, und bedankt sich gleichzeitig, dass man heute arbeiten durfte ..." - Martin Schulz im Rolling Pin 07/2010 - (über das Arbeiten in Japan ...)

hotelfach.de - Gastro-Community und -Fachwissen

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25/03/2015 1:18 pm
Burghotel
(@burghotel)
Commis de rang Mitglied

So wie ich Dich verstanden haben ist abmahnen vom Chef nicht erwünscht die Dame hat aber leider schon innerlich gekündigt bzw. denkt nicht daran Ihren Job ordentlich zu machen. Dein Problem ist das der Chef
anscheinend keinen Handlunsgbedarf sieht. Versuch Ihm doch zu erklären das durch die durch Sie anfallende Mehrarbeit höhere Kosten auf das Hotel zukommen. Wenn Sie nicht ordentlich putzt muss man immer nachputzen und das bedeutet ja das man quasi eine halbe Stelle extra bezahlen muss um hinter Ihr her zu räumen. Ansonsten gäbe es da noch ein paar psychologische Tricks die sind allerdings nicht von der netten Sorte. Bei Interesse PM.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 25/04/2015 2:25 pm



Nicolai
(@nicolai)
Demi-Chef de rang Mitglied

psychologische Tricks die sind allerdings nicht von der netten Sorte. Bei Interesse PM.
Sowas ist asozial, finde ich. Besonders in einem kleinen Betrieb sollte man auch solche Probleme nicht nur gesetzeskonform sondern auch menschlich, respektvoll regeln. Wenn die Gründe für die mangelnde Arbeitsleistung in der Person der Beschäftigten liegen, könnte man z.B. ihr Arbeitspensum reduzieren, so daß sie ihre Arbeit zufriedenstellend ausführen kann. Über finanzielle Kompensation z.B. über das Hamburger Modell oder die Agentur für Arbeit könnte man eine zusätzliche Arbeitskraft einstellen ... .

Ich habe Fälle erlebt, bei denen Mitarbeiter durch Psychoterror vollends in die Arbeitsunfähigkeit getrieben wurden und seelischen Schaden genommen haben. In großen Konzernhotels mag sowas vielleicht üblich sein, weil Manager entsprechende Weisung von ihrem Vorgesetzten bekommen und diese linientreu ausführen, in einem inhabergeführten Einzelunternehmen kann man sich durch solche Handlungsweisen die Arbeitsmoral unter allen Angestellten kaputt machen.

Es ist in manchen Betrieben aber auch üblich, daß Suchtkrankheiten nicht offen angesprochen werden und erwartet wird, daß voll leistungsfähige Mitarbeiter die Arbeit ihrer Alkoholkranken Kollegen zum Teil übernehmen. In solch einem Fall hab ich mir einfach einen neuen Arbeitgeber gesucht.

Es kommt zwar auf die jeweilige Unternehmenskultur an, aber Feedback ist im Grunde immer ein guter Ansatz zur Problemlösung.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 27/04/2015 1:27 pm



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