Aus dem Thread "User fragen User"
Damit meinst du Sterne-Restaurants, .... was begeistert dich so an diesem System?
Ich war kurz in der Sternegastronomie, mal als Restaurantfachmann und mal als Koch und habe mich da nicht wirklich wohlgefühlt. Es ist irgendwie.... in meinen Augen alles übertrieben. Nun, jeder hat seine vorlieben, aber deswegen frage ich nach:-)
Es ist einfach in erster hinsicht die Sache mit dem Wein. In Sternerestaurants kann man sich denke ich erstens mehr austoben in Sachen Wein und naja ausserdem gibts ja fast nur in Sternerestaurants Sommelieres.
Ausserdem ist es auch ie Perfektion von Service die mich in der richtung begeistert. Angefangen beim Einsetzen von rechts ( ) bis zum reichen einer neuen Serviette nach dem Toilettengang.
hab gerade lust auf ne Diskussion
Finde den Hang zum Perfekten gut, aber ich habe für mich die Hoffnung aufgegeben. Mir ist bewußt geworden, das viele richtig guten Profis in kleinen unebekannten Häusern arbeiten. Ebenso kannst du in kleinen Häusern alle Weine probieren, und es ist möglich zu sagen "Hey, der Wein steht im Feinschmecker, lass mal 10 kisten davon kaufen, wir verkaufen den schon".
Habe da irgendwann das gefühl gehabt, das man in so Häusern mehr lernt und vor allem, mehr vom Leben hat (Verdienst ist höher, Arbeitszeiten kürzer).
Ich war mit einer Freundin essen, und wir haben das essen echt genossen ohne das wir darauf geachtet haben wie eingesetzt wird, oder wie die Flasche Wein präsentiert wird. Ich denke die Gastronomie ist im Wandel, und mit dem Duzen wie Robinson des macht ist man auf dem rechten weg.
Klar wird es auch immer die "gehobene" Gastronomie geben, ich glaube nicht mal das die Tendenz sinkt, ....
Ja es ist ja auch nicht so das ich das immer machen will. Hab mir nur vorgenommen die ersten 5 Jahre was gutes auf meinem Lebenslauf stehen zu haben und ausserdem will ich auch quasi noch etwas dazulernen und das wird mir in meiner nächsten Arbeitsstelle Geboten. Da gibt es dann täglich ne Schulung und nen Vortrag und es wird viel gefordert und beidebracht nebenbei. Sowas könnte man zwar auch "alleine" nebenbei in einem normalem Restaurant a la "Restaurant Heideblüte" lernen allerdings sehe ich dort den Lerneffekt nicht so hoch wie bei der "gezwungenen" Methode. Naja und schnelle Aufstiegsmöglichkeiten hat man auch. Wenn ich mir Mühe gebe hab ich spätestens in einem Jahr meinen Chef de rang wofür ich in meinem Lehrbetrieb schon alleine mind. 3 Jahre für arbeiten würde.
btw. Döner find ich auch kulinarisch versaut wundervoll Wir bestellen uns manchmal welche nach Feierabend und futtern die dann im Restaurant und einmal hat sich Nachts ein Gast verirrt und stand dann auf einmal mitten im Restaurant und hat zugeguggt wie sich 10 Kellner mit Schlips und Kragen schön mit Tzaziki vollkleckern
ehrlich?
die des supervisors,.... Koordination, Gästeempfang, für das Wohl der Gäste sorgen. oder das genaue gegenteil Tellertaxi,... also Commis ich kriege das mit den Gästen schon hin, das ist nicht das Problem, aber ich bin lieber in der Trainierenden Position. Entweder das ich mich hinter eine Person stelle, und sie unterstüzte, oder das ich vor ihr stehe, um sie im notfall zu schützen.....
Früher waren die Aufstiegsmöglichkeiten nicht so gut, da brauchte man ein paar Jahre für den nächsten Rang, .... zu einem Chef de Rang gehören auch Verantwortungsbewußtsein, Kalkulation und Führungsqualität, manche haben das schon relativ früh, das sind aber die wenigsten. Viele sind in meinen Augen zu schnell in hohen Positionen.
Möchte dich dabei nicht persönlich ansprechen Rieussec!!! Du kommst mir sehr gut vor, kenne dich ja nur aus dem Forum, und unterhalte mich hier gerne mit dir!
Da ich beide Ausbildungen jetzt fast fertig habe (heute übrigens schriftliche Ergebnisse 82, 82, 8 bin ich da schon relativ fit. Einmal bin ich lang genug dabei um zu Kalkulieren (kalkuliere wie der Küchenchef, bin da der einzige der das so hinkrieg, zumindest kommt es mir so vor)...
😀
"Watch, learn and don't eat my cookie!" - Phoebe in Friends S05E14
"Aus Respekt vor dem Arbeitgeber erscheint man eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn, verbeugt sich vor dem Chef und nach Dienstschluss entschuldigt man sich, dass man nun gehen wird, und bedankt sich gleichzeitig, dass man heute arbeiten durfte ..." - Martin Schulz im Rolling Pin 07/2010 - (über das Arbeiten in Japan ...)
Naja ich hab eigentlich noch garnicht als klassischer Commis gearbeitet deswegen wäre das mal etwas neues für mich. Bei uns läuft der Service nämlich etwas anders ab.
Und trainierende Person war ich die letzten 2 Jahre auch schon und ich muss auch sagen ohne arrogant zu wirken habe ich ein großes Wissen von meinem Job das geben mir Vorgesetzte und Gäste oft zu verstehen aber ich will quasi mehr und vorallem detailierter. Ich sehe ein oder zwei Jahre Dieter Müller nicht nur als Text im Lebenslauf sondern eher wie eine Eliteschule für Restaurantfachleute bzw. Servicepersonal.
Man lernt dort nicht nur die Fachlichen Dinge sondern auch Dinge wie Stil und selbstbewusstsein!
@alex:
Dachte mir so gehts doch auch 😀
endlich mal wieder zeit hier weiter zumachen.
Ich muß jetzt einfach mal eine kleine Geschichte erzählen. Ist rein Beruflich, daher brauch ich nicht so viel zu verbergen, ist aber mit bisschen "Werbung" verbunden, aber ich denke Positive Kritik kann man hier im Forum vertreten.
Im März habe ich angefangen mich zu bewerben. Unteranderem bei hotel-career.de , wo ich auch eine eigene Suchanzeige gestartet habe. Daraufhin hat sich bei mir ein drei Sterne Hotel gemeldet. Mein erster Gedanke war (wie bei euch sicher auch) 3 Sterne? Nee, das ist schädlich für die Karriere....
Ich habe mich da dann mal umgeschaut. Es ist klein und Familiär. Ich habe mich direkt wohl gefühlt, wie die Email verfasst wurde,.... Ich kann es nicht wirklich beschreiben, aber wenn es in Stadtnähe gewesen wäre, hätte ich dort lieber zugesagt als in einem "Achso tollen" Hotel oder Restaurant.
Es ist weit weg von der Sterne-Küche (beim Service) aber ich glaube dennoch das die Qualität wahnsinnig gut ist, Service sowie Küche. Das Problem an der Arbeit in extremen Häusern, wo man halt zwar wirklich viel lernt, daher auch viel einsatz zeigt, ist....
Man verliert das Privatleben aus den Augen.
Mir ist das passiert, und daher kommt meine Meinung.
Gruß
Lothy
Merkwürdige Feststellung: Als ich klein war, war 2000 noch Science-Fiction. Jetzt ist es letztes Jahr - ich muss erwachsen geworden sein.
(39,90 - Frederic Beigbeder)
Das Problem an der Arbeit in extremen Häusern, wo man halt zwar wirklich viel lernt, daher auch viel einsatz zeigt, ist....
Naja, es gibt aber auch sehr viele , die genau das wollen. Ich persönlich war während meiner Ausbildung in einem Holiday Inn der Meinung, dass ich niemals in einem 5 Sterne Hotel arbeiten wollen würde. Mittlerweile fällt mir der Gedanke schwer, jemals wieder in eine Holiday Inn oder ähnlichen Häusern zu arbeiten.
Ich habe in der Luxus Hotellerie meinen Traumjob gefunden, diesen absoluten Servicegedanken und höchste Professionalität, ist etwas das mich vollkommen ausfüllt.
Aber das ist halt Geschmackssache.
Zu Dieter Müller: Bei dem Mann zu lernen ist sicherlich das beste was einem passieren kann. Er wird schliesslich nicht umsonst von fast allen Kennern, als DER beste Koch Deutschland - und das schon über einen unheimlich langen Zeitraum - bezeichnet.
Ein Hotel ohne Concierge ist wie eine Kirche ohne Pfarrer
"Die Goldenen Schlüssel" -- "Union Internationale des clefs d'or"
Man verliert das Privatleben aus den Augen.
Ja das mag stimmen aber ich habe mir ja auch nicht vorgenommen (zumindestens momentan 😀 ) mein ganzes Leben in der Sternegastro zu verbringen. Ich weiß jetzt schon dort viel vom Maitre zu lernen weil das echt DER Maitre ist auch wenn ich Ihn leider nur 2 Tage kennen gelernt habe, habe ich bei diesem Mann sofort gemerkt das er wirklich DER Maitre schlechthin ist und er seine Erfahrungen weitergibt und für einen da ist und sich wirklich um jemanden im Job kümmert und das hatte ich leider nicht immer.
