Hallo ihr Lieben,
ich bräuchte mal euren Rat. Ich habe jetzt ein Jahr meiner Ausbildung rum und war bis jetzt Page, im Stewarding, im Restaurant, und im Housekeeping. Ausserdem habe ich an einem sechswöchigen Austauschprogramm teilgenommen.
Ich habe damals einen Vertrag für zweieinhalb Jahre unterzeichnet. In der Berufsschule hat man mir nun gesagt, dass ich die Möglichkeit hätte auf zwei Jahre zu verkürzen. Von den Schulnoten gäbe es auf jeden Fall kein Problem.
Ich habe jetzt am Montag einen Termin mit unserer Personalchefin, um das mal mit ihr zu besprechen.
Was meint ihr denn zu so einer Verkürzung? Soll ich das machen, oder besser nicht? Ich bin derzeit sehr unentschlossen. Auf der einen Seite bin ich schon 23 und es wäre doch sinnvoll so langsam mal voran zu kommen auf der anderen Seite entgehen mir vielleicht die richtig guten Abteilungen.
Gebt mir doch mal eure Statements.
Vielen Dank und lieben Gruß
Tiffy
Wenn Du es Dir schulisch zutraust, dann würde doch eigentlich nichts dagegen sprechen, oder? Für die Abschlussprüfung sind eigentlich nur Restaurant oder Housekeeping relevant. Das Verkaufsgespräch übst Du in der Schule. Also hättest Du schonmal eine gute Grundlage. Aber letzendlich musst Du selber wissen, ob Du es möchtest oder doch noch vorsichtshalber ein halbes Jahr dranhängst. 😉
Ich muss leider nach Hause - da wartet noch ein Bett voller Arbeit... 😀
Ist ein Vertrag über 2,5 Jahre nicht an sich schon verkürzt???
Normalerweise lernt man doch 3 Jahre oder hab ich da schon wieder was nicht mitbekommen???
Wer sich nicht wehrt, endet am Herd!
Jeder hat das Recht nachzudenken, allerdings machen davon die wenigsten Gebrauch!
Ach bugi, der Jugend heutzutage kann's eben nicht schnell genug gehen 😉
zu Tiffy: die Ausbildung an sich ist, wie bugi schon sagt, auf 3 Jahre angelegt. Wie Du an den oft erstaunten Meinungen zu Verkürzungen auf 2 Jahre von den hier anwesenden Fachkräften merken kannst, auch aus gutem Grund. Daß Du "gute" und wichtige Abteilungen verpasst, ist wahrscheinlich und stark vom good will Deines Ausbildungsbetriebes abhängig. Denn dort wurde Dein Abteilungsplan auf die vertraglich vereinbarten 2,5 Jahre aufgebaut.
Grundsätzlich halte ich eine Verkürzung auf 2,5 Jahre für gute Azubis für problemlos machbar. 2 Jahre finde ich persönlich zu kurz, eben in Hinblick auf Ausbildungserfahrungen und Ausbildungszeit in den Abteilungen.
"Watch, learn and don't eat my cookie!" - Phoebe in Friends S05E14
"Aus Respekt vor dem Arbeitgeber erscheint man eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn, verbeugt sich vor dem Chef und nach Dienstschluss entschuldigt man sich, dass man nun gehen wird, und bedankt sich gleichzeitig, dass man heute arbeiten durfte ..." - Martin Schulz im Rolling Pin 07/2010 - (über das Arbeiten in Japan ...)
Na ja, Jugend... Also der Zug ist bei mir ja auch schon abgefahren. Ich bin ja schon 23 und daher hätte ich dann doch so langsam mal ganz gerne was in der Tasche. Ich hab vor meiner Ausbildung noch ein dreimonatiges Praktikum gemacht und vorher habe ich studiert.
Das mir dann was an Abteilungen fehlt stimmt allerdings und macht mir im Moment auch wirklich Gedanken. Bin doch sehr sehr unentschlossen.
Aber vielen Dank für eure schnellen Antworten.
Achso, falls ich die Verkürzung durchbekommen sollte, wie finden das denn die zukünftigen Arbeitgeber? Ich würde ja sogar vielleicht ganz gerne in meiner Kette bleiben.
Hey Tiffy...
also ich kann dir da nur zu raten, wenn du es dir zutraust...
Ich habe auf 2,5 Jahre verkürzt und habe im April meine erste Prüfung. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich gerne noch ein wenig mehr verkürzt..
Ich denke und hoffe, dass es bei dir im Betrieb eine Möglichkeit gibt die Abteilungen die du dann im letzten halben Jahr durchlaufen hättest, vorher kennenzulernen.
Viel Glück
Also ich habe von 3 auf 2,5 Jahre verkürzt und bereue es in ekinster Weise.
Was du bedenken solltest ist, dass dir sehr viel Stoff aus der Schule fehlt den du vorarbeiten musst, durch meine Verkürzung hatte ich im Schulunterricht keine Veranstaltungsplanung, kein Verkaufsgespräch und keine Reklamation, ich weiß nicht wie weit ihr da stofflich seid.
Weil es ist schön ein halbes Jahr früher auszulernen, aber man sollte es nicht auf Kosten einer schlechteren Note machen, also ist damit auch einiges an Arbeit verbunden, da reichen bisherige gute Noten nicht aus, zumindest war es bei mir so, ich musste viel im eigenstudium vorarbeiten.
Was die Berufspraxis angeht, wenn dein Betrieb wohlwollend zustimmt, werden sie dir sicher auch die chance geben in wichtigen Abteilungen Erfahrungen zu sammeln, einige Betriebe sind davon allerdings nicht begeistert, weil eine günstige Arbeitskraft fehlt, die eigentlich länger einkalkuliert war.
God gave us two ears and one mouth, and most people haven't taken the hint.
Disclaimer: Alle meine Posts enthalten meine eigene Meinung.
Was du bedenken solltest ist, dass dir sehr viel Stoff aus der Schule fehlt den du vorarbeiten musst, durch meine Verkürzung hatte ich im Schulunterricht keine Veranstaltungsplanung, kein Verkaufsgespräch und keine Reklamation, ich weiß nicht wie weit ihr da stofflich seid.
Vor allen Dingen fehlt aber auch die praktische Erfahrung im Hotel. Ein ganzes Jahr zu verkürzen heisst natürlich auch, dass man in den einzelnen Abteilungen deutlich kürzer ist, manche sogar ganz auslässt. Klar wird man das im Laufe des Berufslebens ausgleichen, aber es mindert die Qualität der erhaltenen Ausbildung doch. Ausserdem ist die praktische Erfahrung für das Bestehen der AP auch nicht ganz unerheblich.
Ich tue mich schon schwer mit der Verkürzung auf 2,5 Jahre, geschweige denn von der auf 2 Jahre.
Was ist denn an 6 Monaten so schlimm (besonders wenn man eine gute Ausbildung erhält), dass man die nicht auch noch durchziehen kann?
Aber naja, da hat wohl jeder seine eigene Meinung zu.
Ein Hotel ohne Concierge ist wie eine Kirche ohne Pfarrer
"Die Goldenen Schlüssel" -- "Union Internationale des clefs d'or"
