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Handgeschriebener Lebenslauf  

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lilibo
(@lilibo)
Azubi Mitglied

Könnt ihr mir sagen warum in manchen Stellenausschreibungen verlangt wird das man einen Handgeschriebenen Lebenslauf machen soll?
Was können die daran sehen? Sagt meine Schrift soviel über mich aus?

Viele liebe Grüße aus Rheinberg
lilibo 😉

Zitat
Veröffentlicht : 31/03/2005 12:38 pm
Buffy
(@buffy)
Ehrenmitglied Mitglied

Also ganz ehrlich, habe ich das noch nie gehört....
Welche Hotels verlangen denn einen handgeschriebenen Lebenslauf? Irgendwie hört sich das sehr unprofessionell an für mich. Und sich die Schrift von jemandem anzuschauen und dann über eine Person urteilen zu wollen, ist doch schlichtweg lächerlich. Da hätten ja viele männliche Kanditaten Probleme.... 😈 (nicht übel nehmen, aber viele Männer haben eine Sauklaue, soll aber nicht heißen, dass nur Frauen eine schöne Schrift haben 😉 ), auch wenn sie noch so einen guten Lebenslauf voweisen. Wenn den keiner lesen kann, hilft das ja auch nicht weiter! 🙄

Ich muss leider nach Hause - da wartet noch ein Bett voller Arbeit... 😀

AntwortZitat
Veröffentlicht : 31/03/2005 7:55 pm
lilibo
(@lilibo)
Azubi Mitglied

Hi Buffy,

das ist ganz meine Meinung 😉
Das Tryp Hotel möchte sowas haben und dann hab ich hier noch 2 andere Stellenanzeigen wo das drinne steht.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 01/04/2005 10:40 am



gabi
 gabi
(@gabi)
Azubi Mitglied

sorry, jetzt muss ich Euch wiedersprechen...
einen handgeschriebenen Lebenslauf: das heisst: der Arbeitgeber moechte wahrscheinlich ein graphologisches Gutachten ueber den Bewerber einholen,
(oder ist selbst in der Lage zu eine Handschrift zu bewerten)
braucht also eine Handschriftenprobe. Dazu eignet sich der Lebenslauf, man fordert ihn deshalb in handschriftlicher Form an, weil man dem Bewerber eine zusaetzliche Muehe ersparen will, die darin bestuende, ihn um eine gesondert verfasste Schriftprobe zu bitten.
UNd, eine saubere Schulschrift bedeutet nicht dass dieser Mensch ordentlich ist, dann wären ja alle Männer (die eher einen eigenen Stil entwickelt haben, sich nicht so angepasst haben) ja alle unordentlich und chaotisch, auf die Persönlichkeit /Logik/Strategie bezogen...

Das Grab ist ein gar feiner und privater Ort, doch niemand, so dächt ich, umarmt sich dort.Andrew Marvell aus ANN GRANGER: ein schöner Ort zum Sterben

AntwortZitat
Veröffentlicht : 01/04/2005 11:53 am
Buffy
(@buffy)
Ehrenmitglied Mitglied

Ich finde es trotzdem absoluter Schwachsinn als Arbeitergeber so einen Aufwand zu betreiben! Wozu gibt es denn die Vorstellungsgespräch??? Irgendwie klingt es auch unprofessionell... 🙄

Ich muss leider nach Hause - da wartet noch ein Bett voller Arbeit... 😀

AntwortZitat
Veröffentlicht : 01/04/2005 8:13 pm
Beerminator
(@beerminator)
Azubi Mitglied

Natürlich sagt die Handschrift eines Menschen nicht viel über die Person aus. Aber es ist auch ein Beweis für die Fähigkeit sich zu konzentrieren. Der Arbeitgeber sieht jeden Rechtschreibfehler, bzw. jegliches Verscheiben. Bei einem PC-Ausdruck lässt man vorher die Rechtschreibprüfung über das Dokument laufen, da sieht der Arbeitgeber nichts mehr.

Das Geheimnis eines langen Lebens besteht darin auf das zu verzichten für was es sich lohnt länger zu leben.

AntwortZitat
Veröffentlicht : 01/04/2005 10:40 pm



Alex
 Alex
(@gastro-alex)
Chef Moderator

So unüblich und schwachsinnig finde ich das auch nicht. Zu meiner Schulzeit wurden wir noch drauf trainiert.
Das Warum wurde oben ja schon ansatzweise erörtert.

"Watch, learn and don't eat my cookie!" - Phoebe in Friends S05E14

"Aus Respekt vor dem Arbeitgeber erscheint man eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn, verbeugt sich vor dem Chef und nach Dienstschluss entschuldigt man sich, dass man nun gehen wird, und bedankt sich gleichzeitig, dass man heute arbeiten durfte ..." - Martin Schulz im Rolling Pin 07/2010 - (über das Arbeiten in Japan ...)

hotelfach.de - Gastro-Community und -Fachwissen

AntwortZitat
Veröffentlicht : 01/04/2005 11:17 pm
lilibo
(@lilibo)
Azubi Mitglied

o.k. dann hab ich jetzt was dazu gelernt 😉

AntwortZitat
Veröffentlicht : 02/04/2005 11:37 am
Tommi
(@tommi)
Demi-Chef de rang Mitglied

Ich persönlich hab das auch noch nie gehört. Kann mir das auch nicht so recht vorstellen. Laut Spiegel Online verwenden die Personalchefs gerade mal 4,5 Minuten für eine Bewerbung, ein Großteil sogar weniger als 2 min. Übrigens entstehen bei Einholung eines graphologischen Gutachtens ohne Einwilligung des Bewerbers Schadensersatzansprüche seitens diesem, von den Kosten dafür zu schweigen. (Welcher Arbeitgeber hat einen Graphologen im Team?) 😉

AntwortZitat
Veröffentlicht : 06/04/2005 2:34 pm



gabi
 gabi
(@gabi)
Azubi Mitglied

http://www.jobpilot.de/content/journal/thema/bewerbung01-02.html
da steht u.A. folgendes, aber auch Kritik:

Worauf achten Graphologen?

Graphologen unterscheiden in der Schrift die obere, mittlere und untere Zone. Betonte Oberlängen können intellektuelle Interessen, Begeisterungsfähigkeit, aber auch Oberflächlichkeit verraten. Sind die Oberlängen verkümmert, wird das meist als geringes intellektuelles Streben gedeutet. In der Mittelzone drückt sich das Selbstgefühl des Schreibers aus. Aus der Größe der Schrift wollen die Graphologen ablesen, wie es um das persönliche Selbstwertgefühl bestellt ist. Eine kleine Schrift ist häufig ein Indiz für geringes Selbstbewusstsein.

Aus den Unterlängen von Buchstaben (g,j,p,q,y) schließen die Schriftgutachter besonders auf die Ausprägung der Triebe sowie der materiellen und praktischen Interessen. Verkümmerte Unterlängen können mangelnde Durchsetzungskraft, innere Zurückhaltung, geringes Triebleben oder Mangel an Reservekräften bedeuten.

Wichtig für die Beurteilung einer Handschrift sind deren Bindungsformen. Dabei wird unterschieden in Arkade, Girlande, Winkel und Faden.

Die Arkade besteht aus bogenförmigen Wölbungen, zum Beispiel der wie in der Schule gelernte Schwung des Buchstabens "m". Solche Handschriften symbolisieren oft Verschlossenheit, Zurückhaltung und Kontaktmangel. Ein Arkadenschreiber ist schwer aus der Reserve zu locken und gibt ungern sein wahres Innenleben preis. Die umgekehrte Arkade wird als Girlande bezeichnet. Das ist der Fall, wenn etwa das "n" wie ein "u" geschrieben wird. Die Girlande steht für Aufgeschlossenheit und Offenheit. Das kann das positiv in Eigenschaften wie Wohlwollen, Bereitwilligkeit, Freundlichkeit münden, aber auch als Nachgiebigkeit, Unselbstständigkeit, Beeinflussbarkeit interpretiert werden.

Winkelschriften lassen sich häufig Menschen mit festem Willen zuordnen. Sie sind entschlossen und durchsetzungsstark, vielleicht auch verbohrt und unduldsam. Von Fadenschriften spricht man, wenn Buchstaben wie "m" und "n" als Strich oder Faden erscheinen. Fadenschreibern sind nach Graphologen-Urteil oft Personen, die ohne große Anstrengung ans Ziel kommen wollen. Sie drücken sich gerne vor Entscheidungen, sind diplomatisch und besitzen psychologisches Gespür; sie können aber auch opportunistisch, verschlagen und intrigant sein.

Verstellen zwecklos

Weitere Beurteilungskriterien sind Schräglage, Schriftweite, Verbundenheit, Regelmäßigkeit, Druckstärke, Schnörkel, Unschärfe. Der Züricher Graphologe Viktor Wanner warnt davor, seine Handschrift zu verstellen. Besser sei es, sie nach erkennbaren charakterlichen Schwächen wie Ängste oder mangelnde Energie zu deuten. Oft wird eine Handschrift nicht von einem Profi-Graphologen, sondern von einer psychologisch geschulten und intuitiv urteilenden Person bewertet.

So rät Wanner, folgende Punkte zu beachten: Schreiben Sie Ihren Lebenslauf mit einem guten Füllfederhalter. Schreiben Sie den Lebenslauf, wenn Sie topfit sind. Meiden Sie den Rückfall in Kinderschrift, damit man erkennt, dass Sie noch mit Papier und Stift umgehen können.

Das Grab ist ein gar feiner und privater Ort, doch niemand, so dächt ich, umarmt sich dort.Andrew Marvell aus ANN GRANGER: ein schöner Ort zum Sterben

AntwortZitat
Veröffentlicht : 06/04/2005 8:24 pm



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