Hallo erstmal,
meine Tochter möchte gern eine Ausbildung zur Hotelfachfrau machen und wird ein freiwilliges Praktikum und das normale Schulpraktikum absolvieren.
Nun wurde mir zugetragen, dass ihr "favorite" Hotel keinen besonders guten Ausbildungsruf hat (d.h. die Azubis würden ausgebeutet und das Betriebsklima sei mehr als schlecht).
Gibt es irgendwo eine Seite im web, wo man darüber (also die Einschätzung von Hotels o.ä.) etwas erfahren kann?
Vielen Dank im voraus...
Die Mama 🙂
Hallo,
ob es eine Webseite mit Hoteleinschätzungen gibt, kann ich beim besten Willen leider nicht beantworten.
Aber zumindest mal meine Meinung abgeben.
Das Hotel, in dem ich meine Lehre begonnen hab, hatte genau den gleichen schlechten Ruf, was die Ausbildung angeht. Das wusste ich vorallem, weil mein Bruder dort seine Lehre gemacht hat und vielleicht nicht die beste Ausbildung, dennoch die richtigen Grundlagen gewonnen hat. Heute ist es Souschef. Ich habe meine Ausbildung trotz des Rufes in dem Hotel gemacht und mit Ehrgeiz und eigener Motivation als Jahrgangsbester abgeschlossen, an Jugendmeisterschaften teilgenommen und dank der Ausbildung heute einen erstklassigen Beruf. Wäre das möglich gewesen, wenn der Ruf seine Wirkung gehabt hätte. Ich glaube nicht. Deshalb, nicht nur weil es einen schlechten Ruf hat, es gleich ausschlagen. Vielleicht kann deine Tochter ihr Praktikum ja in dem Hotel machen, um selber mal reinzuschnuppern oder vielleicht kennt sie oder du ja Leute aus dem Hotel, die über Insiderwissen verfügen.
Viel Glück
Holger
hogaSCOUT - Das Hotellerie- und Gastronomieportal
http://www.hogascout.de
Hallo an die Mama :-),
Sie können sich normalerweise bei der IHK in ihrer Nähe nach Hotels mit gutem Ausbildungsruf erkundigen.
Wo wohnen Sie denn?
Moe: "Damit kannst du einen Ochsen in 40 Sekunden blitzfrittieren."
Homer: "In 40 Sekunden?! Ich will ihn JETZT!"
Vielen lieben Dank für die Nachrichten...
Ja, sie macht in ihrem "Wunsch-Lieblingshotel" das Schulpraktikum. Sie hat einen Freudenschrei sondergleichen losgelassen, als sie von dort die Zusage bekam.
Eigentlich sehe ich das auch so, dass eigene Erfahrung mehr nützt, als irgendwelche Beurteilungen von anderen. Aber es hatten mich halt einige darauf angesprochen, wie schlecht das Betriebsklima da sei.. Also warten wir ab und ich werde ihre Freude über ihren Praktikumsplatz ganz sicher nicht trüben! Learning by doing - nach wie vor das Beste!
Ich bin aus Göttingen 😉
Wenn es ihr gefällt, ist ja alles prima und vielleicht bleibt sie dann ja sogar für die Zukunft dabei...
Viele Grüße nach Göttingen!
Moe: "Damit kannst du einen Ochsen in 40 Sekunden blitzfrittieren."
Homer: "In 40 Sekunden?! Ich will ihn JETZT!"
Hallo Sakura,
ja ich hoffe es auch..., denn zunächst mal bin ich schon froh, dass sie sich für diesen Beruf entschieden hat (schon wegen der Zukunftsperspektiven).
Liebe Grüße auch von mir nach ?? 🙂
Woodstock, USA...
Grüße natürlich auch zurück nach Göttingen.
Die Zukunftsperspektiven sind wirklich klassem was das Hotelfach angeht. Nach der Lehre kann man so viel machen, kleine Hotels, große Hotels, Restaurants, Cafes, Schiffe, Flugzeug, In- oder Ausland...die Möglichkeiten sind einfach enorm und die Weiterbildungsmöglichkeiten sind auch klasse.
Im Hotelfach kann man wirklich sein Leben finden, das zumindest habe ich getan...trotz auch mal Tiefen, Zweifeln usw. Kommt halt einfach auch mal vor...heute lebe ich diesen Beruf und berichte ja ausführlich darüber auf meiner Webseite...
Wintergrüße
Holger
hogaSCOUT - Das Hotellerie- und Gastronomieportal
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Hallo Holger,
wie gesagt, ich hoffe wirklich, dass es ihr Spass machen wird! Auch in jedem anderen Beruf ist nicht immer alles Gold was glänzt, gelle? 😉
übrigens: der Link zu Deiner Seite hat von hier nicht funktioniert, "normal" eingegeben dann aber schon.. (nun liegt die Adresse in meinen Favoriten 🙂 weil sehr interessant!!
Herzliche Grüsse nach USA
Nein, ist es nicht!
Jeder Beruf hat natürlich seine Schattenseiten und glänzt nicht nur im ewigen Gold. In der Gastronomie muss man einige Kompromisse eingehen, arbeiten an Feiertagen oder Wochenenden, mal früh, mal abends, Beziehungen oder gar Familienleben werden auf die Probe gestellt. Aber!!! Man kann diese Kompromisse leben und einen Traumberuf ausüben...und wer seinen Traumberuf ausüben möchte (in diesem Fall die Gastronomie) sollte dies unbedingt tun.
PS: Ich rat meinem kleinen Bruder ja auch nicht ab, Koch zu werden, nur weil ich und meine anderen Brüder ( alle in der Gastronomie tätig ) die Schattenseiten bereits kennen.
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Hallo Holger,
beim Vorstellungsgespräch zum freiwilligen Praktikum, dass meine Tochter vor dem eigentlichen Praktikum macht, wurden ihr auch die sogen. "Schattenseiten" erläutert. Sie sah der Dame fest in die Augen und sagte: "das weiß ich alles und trotzdem finde ich den Beruf äußerst interessant und weiß, worauf ich mich einlasse" - ich war wirklich erstaunt und stolz auf sie!
Liebe Grüße
Hallo an die Mama,
der Job ist definitv nicht leicht und deine Tochter sollte auf jeden Fall wissen worauf sie sich einlässt...
Es gibt viel positives, aber auch viel negatives. Oft kommt man nach Hause und ist fertig mit der Welt und fragt sich warum man sich sowas antut, aber gerade dann braucht man viel Unterstützung von der Familie und Freunden. ???
Es gibt natürlich auch tolle Momente, wo einem der Job super viel Spaß macht und man genau weiß warum man ihn macht. 😀
Man muss einfach für das Leben in einem Hotel geschaffen sein und man merkt auch ganz schnell ob man es ist, oder nicht.
Wünsche deiner Tochter alles Gute.
Gruß, Buffy
Ich muss leider nach Hause - da wartet noch ein Bett voller Arbeit... 😀
Hallo,
Ich denke man muss für den Beruf geboren sein. Es gibt sozusagen das "Hotelfach"-Gen. Wer es hat hält durch und hat Spaß. Wer es nicht hat, hört sowieso nach spätestens 2-3 Monaten wieder auf.
Cu
Der Maitre
Oder viel viel später und belasten damit sich selbst, die Kollegen und die Gäste ...
"Watch, learn and don't eat my cookie!" - Phoebe in Friends S05E14
"Aus Respekt vor dem Arbeitgeber erscheint man eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn, verbeugt sich vor dem Chef und nach Dienstschluss entschuldigt man sich, dass man nun gehen wird, und bedankt sich gleichzeitig, dass man heute arbeiten durfte ..." - Martin Schulz im Rolling Pin 07/2010 - (über das Arbeiten in Japan ...)
Hallökes,
Ja also, was ich noch dazu beisteuern wollte...
Ich war letzte Woche auf nem Weinseminar, kennt vielleicht der ein oder ander. Zum anerkannten Berater für deutsche Weine. Erstmal saßen da fast nur Azubis drin und was mir richtig mies auffiel war, das wirklich jeder 2. Sagte " Das schmeckt ja alles gleich" Oder ganz toll war auch die Aussage " Nein, ich bitte nicht, ich mag das Zeug nicht"
Was soll man davon halten???
Also i8ch kann jedenfalls die Meinung nur teilen, das man da schon ein Händchen für haben muss, um mit dem Beruf klarzukommen....
Ja und mal was zum Thema....
Also ich habe während der Ausbbildung auch nicht viel Nettes zu hören bekommen, Mehrarbeit, mieses Trinkgeld, da der Chef aufgeteilt hat und so weiter. Aber im Nachhinein, finde ich das meine Ausbildung schon sehr gut war. Ich glaube sowiso das die Ausbildung in nem privatgeführten Hotel besser sein kann als innerhalb ner Kette. Was meint ihr ?
Dass man in einem Privathotel eine bessere Ausbildung erhaelt als in einer Kette kann ich nicht unterschreiben. Ich habe innerhalb einer Kette gelernt und war froh, dass ich diesen Schritt gemacht hatte, als ich erfuhr, dass mein erster Betrieb geschlossen wird. Gleichzeitig bekamen alle Azubis das Angebot, die Ausbildung in einem anderen Hotel der Kette innerhalb in Deutschland zu beenden. Und so bin ich dann in Hamburg gelandet - im groessten Haus am Platz mit 560 Zimmern und ich muss sagen, dass das fuer die Ausbildung keinesfalls verkehrt war...
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da

